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Am Metropol-Kino:Birken gefällt

Bund Naturschutz krtitisiert die Stadt Penzberg

Die vier Birken am ehemaligen Penzberger Lichtspielhaus Metropol sind gefällt worden. Das veranlasst den Bund Naturschutz (BN) zu einer Stellungnahme mit harscher Kritik an der Stadt. Hannelore Jaresch von der BN-Ortsgruppe moniert, wie die Stadtspitze mit Anfragen von Bürgern und Vereinen umgeht. Denn die Naturschützer hätten Anfang September aufgrund von Nachfragen aus der Bevölkerung Bürgermeisterin Elke Zehetner (SPD), den Stadtrat und Stadtbaumeister Justus Klement gebeten, noch einmal eingehend zu prüfen, ob die Fällung aller Birken am Metropol für die Baustelleneinrichtung notwendig sei. "Auf eine Antwort wartete der Bund Naturschutz vergeblich", schreibt Jaresch, "aber dafür wäre ja auch noch Zeit gewesen." Der Umbau des einstigen Kinos solle schließlich erst im März 2020 beginnen. "Es war auch in keinster Weise die Absicht des Bund Naturschutz, den Umbau des Metropol zur Musikschule zu verzögern", betont Jaresch, nachdem es entsprechende Kritik unter anderem im Leserbriefen gegeben hatte.

In einem Gespräch am 29. Juli habe Klement versichert, dass die Bäume so lange wie möglich stehen bleiben sollten und die Fällperiode von Oktober bis Februar eingehalten werde. Wahrscheinlich würden die Bäume erst im Februar 2020 geschlagen. "Nach Paragraf 39 des Bundesnaturschutzgesetzes dürfen Bäume nämlich erst ab dem 30. September bis zum 1. März gefällt werden", sagt Jaresch.

Dass die Stadtspitze nun aber eine Ausnahmegenehmigung erwirkt und am Mittwoch vollendete Tatsachen geschaffen hat, ist für den BN unverständlich.

Die Ortsgruppe wundert sich laut Jaresch deshalb, wie die Stadtspitze mit Anfragen von Bürgern und Vereinen umgehe. "Anstatt das Gespräch zu suchen oder zumindest auf ein sachliches und höfliches Schreiben zu antworten, will sie mit der Brechstange offenbar unbequeme Fragen loswerden. Mit einem solchen Politikstil brüskiert sie engagierte Bürger und erntet damit nur Kopfschütteln", schließt Jaresch.