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Widerstand:Verkehrsclub will gegen Bahnhofsabriss klagen

Der Widerstand gegen den Teilabriss des Münchner Hauptbahnhofs wächst. Nun will auch der Verkehrsclub Deutschland (VCD) dagegen klagen und beim bayerischen Verwaltungsgerichtshof einen Baustopp erwirken. Dafür hat der VCD eine Hamburger Anwaltskanzlei beauftragt.

Die Bahn will anstelle des heutigen Empfangsgebäudes ein Zugangsgebäude samt Tiefbahnhof für die zweite S-Bahn-Stammstrecke bauen. Der VCD begründet seine Klage damit, für die Planungen zum Tiefbahnhof brauche es ein neues öffentliches Baugenehmigungsverfahren. Zur Erinnerung: Vergangenen Sommer hat die Bahn angekündigt, den geplanten Bahnsteig 80 Meter nach Westen zu verschieben. Dies seien keine Umplanungen, sondern "Optimierungen im Zuge der Baurealisierung", so die Bahn. Ein erneutes öffentliches Verfahren sei deshalb nicht notwendig. Sobald die Klage des VCD eingereicht ist, sind zwei verschiedene Gerichte mit dem Hauptbahnhof beschäftigt. Bereits am Montag hat die "Initiative Münchner Architektur und Kultur" beim bayerischen Verfassungsgerichtshof einen Antrag auf eine einstweilige Anordnung eingereicht. Die Initiative sieht in dem Abriss des seit Montag gesperrten Gebäudes einen Verstoß gegen den Denkmalschutz.