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Westend:Duftende Boxen

Café Kuko, Veronika Geiger

Veronika Geiger hat sich mit Koch Markus Kieslich zusammengetan.

(Foto: privat)

Mit Kreativität hält Veronika Geiger ihr Café Kuko am Leben

Von Katrin Kurz, Westend

"Kuko" bedeutet Kuchen, in Esperanto-Sprache. Mit dem gleichnamigen Laden-Café im Westend hat Veronika Geiger vor gut einem Jahr ihren Traum verwirklicht. Interkulturalität und Nachhaltigkeit möchte die 33-Jährige dort vermitteln, ein Treffpunkt (www.kuko.cafe) zum Reden, Lesen und Eintauchen in andere Kulturen sollte es sein. Dann kam Corona, und für die Jungunternehmerin folgten Wochen der Ungewissheit. Gerade am Anfang sei es doch so wichtig, im Viertel bekannt zu werden, sagt sie.

An einem Sommertag stand dann plötzlich Markus Kieslich bei ihr vor der Tür. Der Koch und Caterer war genau wie sie von heute auf morgen so gut wie arbeitslos, lediglich seinen eigenen Gewürze-Onlineshop konnte er weiter betreiben. Kurzerhand beschlossen die beiden, nicht im Stillstand zu verharren und boten einen wechselnden Mittagstisch zur Abholung an. Nun, im zweiten Lockdown, folgen weitere Projekte: Zur Weihnachtszeit kreierten sie eine Café-Box, mit selbstgebackenem Kuchen, Marmeladen oder Weihnachtsschmuck. Von Januar an sollen weitere Boxen folgen: Etwa mit besonderen Gewürzmischungen, selbstgebackenen arabischen Sesamkeksen oder Eingewecktem. Für Veronika Geiger ist es schön, nicht mehr alleine hinter der Café-Theke stehen zu müssen. "Wenn man morgens die Tür aufsperrt und in der Küche schon Licht brennt und es nach Gewürzen riecht, fühlt sich das gut an."

© SZ vom 02.01.2021
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