Umweltausschuss Tote Fische im Auer Mühlbach: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

  • Die Ursache für das rätselhafte Fischesterben im vergangenen Jahr konnte nicht geklärt werden.
  • Der Tierpark Hellabrunn war wegen einer Pumpe unter Verdacht gestanden.
Von Heiner Effern und Christian Rost

Die Staatsanwaltschaft München I hat die Ermittlungen zum Fischsterben im Auer Mühlbach eingestellt. Binnen weniger Stunden waren im August vorigen Jahres rund 1000 Fische in dem Bach verendet.

Die Polizei ermittelte in der Folge auch gegen den Tierpark Hellabrunn. Es bestand der Verdacht, dass wegen eines defekten Schwimmers am Robbenbassin des Tierparks zwölfprozentige Chlorbleiche in die Kanalisation in den Bach gepumpt wurde. Letztlich habe aber nicht festgestellt werden können, wo die für die Fische tödliche Substanz in den Bach gelangt sei, so die Auskunft der Staatsanwaltschaft.

Tierpark als einziger möglicher Verursacher

Die Verwaltung legte am Dienstag im Umweltausschuss einen Bericht über das Fischsterben vor. Dort ist der Tierpark als einziger möglicher Verursacher genannt. Dieser habe aber die betroffene Pumpanlage bereits abgebaut, weil schon länger eine neue geplant war, heißt es im Bericht.

ÖDP-Stadtrat Thomas Ruff erklärte, auch zivilrechtlich sei alles geklärt. Die Betroffenen hätten sich geeinigt, dass der Tierpark mit den Fischern bei der Aufzucht von Jungtieren kooperiere.

Auer Mühlbach Tatort Auer Mühlbach
Mysteriöses Fischsterben

Tatort Auer Mühlbach

Keine Parasiten, keine Infektionskrankheit und das blaue Pulver war es auch nicht. Woran sind die mehr als tausend Fische im Auer Mühlbach gestorben? Das soll jetzt das Landeskriminalamt herausfinden.   Von Martin Bernstein