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SZ-Adventskalender:Entscheidend ist die Bedürftigkeit

Fragen und Antworten zur Arbeit des SZ-Adventskalenders

Die Hilfsbereitschaft der SZ-Leser ist enorm: Neben den zahlreichen Spenden (allein im vergangenen Jahr waren es 5,6 Millionen Euro) gehen täglich Angebote individueller Unterstützung ein für die Menschen in Not, über die wir in den vergangenen Wochen berichtet haben. Viele Leser wollen aber auch mehr über die Arbeit des SZ-Adventskalenders wissen. Hier wichtige Fragen und Antworten.

Kann man für den SZ-Adventskalender nur zu Weihnachten spenden?

Nein. Das Hilfswerk heißt so, weil der damalige Lokalchef Werner Friedmann zu Weihnachten 1948 erstmals die Leser der Süddeutschen Zeitung zu Spenden für notleidende Münchner aufrief. Daraus wurde später der eingetragene Verein "Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung". So wie der Verein das ganze Jahr über arbeitet und Hilfe leistet, kann auch jederzeit gespendet werden.

Wie viel Prozent der Spenden verschlingen Bürokratie und Werbung?

Null Prozent. Alle Verwaltungskosten übernimmt der Süddeutsche Verlag. So auch die Personalkosten für die zwei Festangestellten: Geschäftsführerin Anita Niedermeier und ihre Mitarbeiterin Martina Linke. Redakteure und Verlagsangestellte arbeiten ehrenamtlich für das Hilfswerk, auf Werbemittel im größeren Stil wird verzichtet. So geht jeder gespendete Euro der Leser direkt an die Bedürftigen.

Wer wird unterstützt?

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt bei Hilfsbedürftigen im Großraum München, also der Stadt und den angrenzenden Landkreisen. Entscheidend ist aber nicht so sehr der Wohnort, sondern die Bedürftigkeit eines Einzelnen und die Dringlichkeit eines Projektes. So hat das Hilfswerk etwa auch Hochwasseropfern in Simbach geholfen.

Wie kann man Hilfe bekommen?

Der SZ-Adventskalender arbeitet eng mit mehr als 140 caritativen Vereinen und Einrichtungen, Sozialverbänden und -behörden aus dem Großraum München zusammen. Anträge für Einzelfallhilfen müssen über eine dieser Einrichtungen gestellt werden, etwa Sozialbürgerhäuser in München oder die Sozialverwaltungen der Kommunen. Diese können für Projekte oder betreute Personen jederzeit Hilfe beantragen. Dabei muss die Bedürftigkeit nachgewiesen und das Projekt ausführlich beschrieben sowie ein detaillierter Kostenvoranschlag eingereicht werden. Antragsformulare gibt es auf der Homepage www.sz-adventskalender.de.

Wer entscheidet über die Vergabe?

Über jeden Antrag beraten Vertreter der Geschäftsführung, des Vereinsvorstands und der SZ-Redaktion gemeinsam. Bei diesen Vergabesitzungen muss mindestens ein Sechs-Augen-Prinzip gelten.

Wie wird überprüft, was mit dem Geld wirklich geschieht?

Wer Hilfe vom SZ-Adventskalender bekommt, muss zeitnah nachweisen, dass es auch für den beantragten Zweck ausgegeben wurde. Zudem überzeugt sich Geschäftsführerin Anita Niedermeier durch Besuche in den Einrichtungen, wie das Geld konkret eingesetzt wurde.