Subkultur Hier wird gefeiert bis zum Abriss

Subkultur hat es in München oft schwer. Künstler und Veranstalter mieten sich deshalb gern in Zwischennutzungen ein. Ein Überblick über besondere Orte in der Stadt.

Wie wird aus einer normalen Party ein legendärer Abend? Man braucht die richtigen Leute, klar. Auch gute Musik ist wichtig. Und den Ort darf man nicht unterschätzen. Gäbe es das Atomic Café noch, wäre es zwar wohl immer noch ziemlich beliebt, aber kaum so legendär. Sein Ende hat es unsterblich gemacht. So ähnlich funktioniert das auch bei Zwischennutzungen. Man weiß, dass es nicht für immer so weiter geht, also muss man die Zeit nutzen. Mit Partys, Lesungen, Ausstellungen, Krawall und Remmidemmi.

Gerade weil Räume für Subkultur in dieser Stadt so rar sind wie bezahlbare Wohnungen, fordert der Münchner Veranstalter Tuncay Acar mehr davon. Sie halten die Stadt lebendig, sie wachsen in Ecken und Hinterhöfen, die andernfalls tot und unbeachtet geblieben wären.

Genauso geht es übrigens auch Julian Hahn. Der 25-Jährige wartet eigentlich noch auf einen Studienplatz. Bis dahin schafft er alternative Räume für Kultur: im Westpark, bald in Giesing und vielleicht sogar in einem ganzen Haus im Glockenbachviertel. Also hingehen und legendäre Momente verbringen.

Einen Überblick über aktuelle Zwischennnutzungsprojekte in München finden Sie in der Karte oben.

Kultur in München Subkultur darf nicht im Münchner Luxus untergehen

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Subkultur darf nicht im Münchner Luxus untergehen

Davor warnt Tuncay Acar. Der 50-Jährige ist Veranstalter, hat das Import Export und das Strom mit aufgebaut - und gerade wieder ein neues Projekt angefangen.   Von Laura Kaufmann