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Würmtal:10 000 Unterschriften gegen Kiesabbau

Mehr als 10 000 Unterschriften hat die Liste, die Gegner des Kiesabbaus im Würmtal am Dienstag dem Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) übergeben haben. Unterschrieben haben Bürger aus Krailling und Gauting, Planegg, Neuried, Gräfelfing, Germering und München, die den Kiesabbau im Forst Kasten und den beantragten Abbau im Planegger Holz stoppen wollen.

Anlass für die Listenübergabe ist eine für November angesetzte Diskussion im Münchner Stadtrat über das weitere Vorgehen der Heiliggeistspital-Stiftung, in deren Eigentum das von der Auskiesung betroffene Waldgebiet im Forst Kasten ist. Die Stadt München verwaltet die Stiftung. "Die Unterschriften werde ich gerne entgegennehmen. Ich kann gut nachvollziehen, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger gegen einen weiteren Kiesabbau engagieren. Natürlich bedeutet der Kiesabbau vor allem eine Belastung von Mensch und Natur, das habe ich bereits im Sommer gesagt und klargestellt, dass ich große Sympathien dafür habe, die Erträge zur Erfüllung des Stiftungszwecks für die Heiliggeistspital-Stiftung München künftig in anderer Form zu erwirtschaften", so der Oberbürgermeister in einer Stellungnahme.

Die Unterschriftenliste mit dem Namen "Würmtal-Appell" ist eine Gemeinschaftsaktion der Initiativen "Wald-Neuried-Erhalten", "Rettet den Würmtaler Wald", Bund Naturschutz in Bayern (Kreisgruppe München und Ortsgruppe Krailling) sowie Grünzug-Netzwerk Würmtal. Zuletzt hatten die Initiativen die Liste dem Münchner Landrat Christoph Göbel (CSU) überreicht. Der Münchner Kreistag hatte den vom Gräfelfinger Kiesunternehmen Glück verfolgten Plan, das Planegger Holz als neues Kiesabbaugebiet auszuweisen, als nicht raumverträglich abgelehnt, zugleich aber den im Regionalplan verankerten Kiesabbau im Forst Kasten befürwortet.