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Utting:Zusatzaufgaben im Ehrenamt

Alle 16 Gemeinderäte übernehmen mit neu zugeschnittenen Referaten wichtige Posten, die zum Teil sogar dreifach besetzt werden

Von Armin Greune, Utting

Der neu gewählte Gemeinderat in Utting hat die kommunalpolitische Arbeit auf möglichst viele Schultern verteilt. Bei der konstituierenden Sitzung in der Schulturnhalle wurden insgesamt 16 Referate und Aufgabenbereiche verteilt - genauso viele, wie es in Utting ehrenamtliche Mandatsträger gibt. Einige Posten aber wurden gleich doppelt oder dreifach besetzt, so dass einige Gemeinderäte mehrfach zum Zuge kamen. Spitzenreiter ist Florian Hansch (SPD), der sich gleich in fünf Referaten betätigen will.

Utting CSU BM Kandidat Florian Hoffmann

Bürgermeister Florian Hoffmann (CSU) setzt in Utting auf geballte Unterstützung seiner Gemeinderäte.

(Foto: Nila Thiel)

Zunächst musste der neue Bürgermeister Florian Hoffmann (LWG/CSU/BL) allerdings seinen Stellvertreter Patrick Schneider (GAL) und die acht neuen Ratsmitglieder vereidigen. Fünf davon stellt die Grün-Alternative Liste mit Nicki Högenauer, Jakob Kettler, Korbinian Lutzenberger, Renate Standfest und Lisa Vogt. Drei kommen aus Reihen der CSU/Bürgerliste: Simon Hafner, Ralph Seiz und Karl Wilhelm. Ehe es an die Besetzung der Aufgabenbereiche ging, wurden zuvor aber noch ein paar grundsätzliche Fragen geklärt. So kam das Gremium überein, das Referat "Umwelt und Energie" mit dem Klimaschutzkonzept zusammenzulegen; das Referat "Senioren" um "Menschen mit Behinderung" zu erweitern, und das Referat "Gemeindestraßen und Verkehr" künftig mit dem Begriff "Mobilität" zu ergänzen. Nachdem sich die örtliche Agenda 21 aufgelöst hat, wird auch das gleichnamige Referat entfallen. Stattdessen erhält Utting mit Vogt erstmals eine Gleichstellungsreferentin.

Für Kindergärten und -krippen sind in den kommenden sechs Jahren Vogt sowie Karl Wilhelm zuständig. Das Schulreferat einschließlich VHS und Mittagsbetreuung wird Jakob Kettler betreuen. Das Referat "Tourismus, Freizeitgelände, Grünflächen und Bäder" übernehmen Seiz, Högenauer und Hansch, für "Kultur und Denkmäler" sind Hansch und Peter Noll (GAL) zuständig. Als Referenten für Landwirtschaft, Wald und kommunale Grundstücke inklusive "Tal des Lebens" und "Sonnendachl" wurden Schneider und Matthias Hornsteiner (LWG) bestellt; "Gemeindeeigene Wohnungen und Sozialwesen" gingen an Vogt, Helmut Schiller (SPD) und Peter Liebner (CSU). Hansch, Jakob Wilhelm (LWG) und Lutzenberger sind gemeinsam für Feuerwehr und Wasserwacht zuständig.

Für Kirchen, Friedhöfe und KZ-Gedenkstätte sind Hornsteiner, Liebner und Schneider die Ansprechpartner. Die Vereine betreuen Schiller und Kettler, die Partnerschaft mit Auray übernimmt Seiz. Für Straßen, Verkehr und Mobilität sind Ralf Stief (CSU), Hansch und Högenauer zuständig, für das örtliche Gewerbe Hansch, Karl Wilhelm und Standfest. Als Jugendreferenten benannte der Gemeinderat Kettler und Hafner, Seniorenreferenten wurden Schiller und Standfest. Peter Noll (GAL) ist Beauftragter für Ausländer und Integration sowie für Umwelt, Energie und Klimaschutz.

© SZ vom 30.06.2020

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