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Umwelt:Krailling ruft Klimakrise aus

Die Würmtalgemeinde ist nach Wörthsee die zweite im Landkreis

Der Kraillinger Gemeinderat hat am Dienstagabend in seiner Sitzung die "Klimakrise" ausgerufen. Das Wort "Notstand", wie es Grünen-Gemeinderätin Andrea Schulte-Krauss in ihrem Antrag formuliert hatte, erschien einigen Gemeinderäten zu hoch gegriffen, weshalb man sich stattdessen auf eine Krise verständigte. Dem stimmten 15 Gemeinderäte zu. Dagegen sprachen sich die CSU-Gemeinderätinnen Eleonore Zwißler, Veronika Sanftl, Ute Richter sowie Dietlind Freyer-Zacherl von der Freien Bürgerschaft Krailling (FBK). Nach Wörthsee ist Krailling damit die zweite Gemeinde im Landkreis, in der der Antrag Erfolg hat. Der Kreistag hat die Forderung der Grünen abgelehnt. Eine entsprechende Online-Petition der Klimaktivistin Nadine De March haben bislang 246 Menschen unterstützt.

Andrea Schulte-Krauss freute sich über die Zustimmung zur "Krise", "mir geht es nicht um die Formulierung, sondern um die Inhalte", betonte sie. Wenngleich diese sich darauf beschränkten, dass der Bürgermeister das Gremium einmal im Jahr informiere, welche Maßnahmen die Gemeinde zur Reduzierung der Emissionen ergriffen habe, in welchen Bereichen Fortschritte erzielt werden konnten und wo weiterhin Schwierigkeiten bestünden. Zudem will der Gemeinderat bei seinen Entscheidungen künftig die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit berücksichtigen. Für Andrea Schulte-Krauss ist der Klimawandel dabei nicht nur ein Klimaproblem, wie sie in ihrem Antrag begründet. "Er ist auch Wirtschafts-, Sicherheits-, Tierschutz-, Friedens- und soziales Problem."