Starnberg:Wohnhausbrand in Starnberg

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Starnberg  Brand Theresienstraße

Deutlich sieht man die Spuren der Flammen am Dachgeschoss des Wohnhauses in der Theresienstraße in Starnberg.

(Foto: Ulfers)

Technischer Defekt: Altes Gebäude brennt lichterloh. 17 Bewohner werden obdachlos. 500000 Euro Schaden

Von Wolfgang Prochaska, Starnberg

Zu einem Wohnhausbrand mit einem Sachschaden von 500 000 Euro ist es in der Nacht zum Sonntag im Achheimviertel in Starnberg gekommen. Ursache war laut Polizei ein technischer Defekt an einem Gerät. In dem alten Haus in der Theresienstraße, in dem auch Asylbewerber untergebracht sind, schlugen gegen 0.40 Uhr meterhohe Flammen aus dem Dachstuhl und aus den Fenstern im zweiten Stock. Die 17 Bewohner konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, allerdings waren nicht alle während des Brandes zu Hause gewesen. Laut Polizei verletzte sich ein Asylbewerber leicht und musste wegen des Verdachts auf eingeatmete Rauchgase in die Klinik gebracht werden. Wie der Starnberger Feuerwehrkommandant Christian Reichert auf Anfrage am Sonntag berichtete, bekämpften etwa 70 Feuerwehr-Rettungskräfte aus Starnberg, Pöcking, Gauting, Berg und Percha die Flammen des in Vollbrand stehenden Dachgeschosses. Zugleich ging es den Einsatzkräften beim Eintreffen am Brandort auch darum, ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude zu verhindern.

Vor allem der alte Dachstuhl bedeutete für die Einsatzkräfte Schwerstarbeit. Das Gebäude, das laut Feuerwehr in den 1920er oder 1930er Jahren errichtet wurde, hielt die Löschmannschaften bis fünf Uhr in der Früh in Atem, bis endlich alle Glutnester gefunden und gelöscht werden konnten. Das Haus wurde durch das Feuer stark beschädigt und ist wohl zerstört. Es ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Ob Einsturzgefahr besteht, wird noch untersucht. Ein rotes Band sperrt seit Sonntag das Anwesen ab. Die 17 Bewohner, darunter die Asylbewerber, wurden in andere Unterkünfte nach Berg und Pöcking gebracht, die anderen Bewohner kamen vorerst bei Verwandten und Freunden unter.

Noch in der Nacht hat der Kriminaldauerdienst der Kripo Fürstenfeldbruck, so die Polizei, die ersten Ermittlungen am Brandort aufgenommen. Wie die Untersuchungen ergaben, brach das Feuer in einem Zimmer im Dachgeschoss des Hauses aus. Ursächlich hierfür war ein technischer Defekt an einem elektronischen Gerät. Damit dürfte ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht mehr in Frage kommen. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 500 000 Euro. Aufgrund der engen und kleinen Straßen im Achheimviertel mussten die Rettungskräfte ihre Fahrzeuge in der Hauptstraße parken. Deshalb wurde Starnbergs Durchgangsstraße zuerst halbseitig und dann vollständig bis fünf Uhr gesperrt.

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