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Starnberg:Später Beitritt

Stadt ist nun Mitglied im Klimapakt

Neuestes Mitglied im "Klimapakt", dem bereits die Gemeinden Seefeld, Weßling, Gilching, Gauting sowie der Landkreis angehören, ist die Stadt Starnberg: Einhellig billigte der Stadtrat am Montag auf Antrag des Stagenda-Arbeitskreises "Energie" einen Beschluss, wonach die Stadt Starnberg von 2016 bis 2018 pro Kalenderjahr mindestens drei Maßnahmen aus dem Katalog des Anfang 2016 vom Kreistag einstimmig beschlossen Pakets zur "Energiewende" umsetzen wird.

Konkret will sich die Stadtverwaltung Themenfeldern in den Bereichen Wärme, Strom und E-Mobilität widmen. Geplant sind unter anderem die Überprüfung der Möglichkeiten für Kraft-Wärmekopplung in kommunalen Gebäuden sowie Kommunale Wärmenetze, der Einsatz energieeffizienter Leuchtmittel, die Erstellung von Katastern für Fotovoltaik auf Dächern und Freiflächen sowie ein Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Fahrzeuge.

Zwar bestand im Gremium grundsätzlich Einigkeit über den "Klimapakt"-Beitritt, doch es gab auch kritische Anmerkungen. So erinnerte Tim Weidner (SPD) daran, dass bereits ein Drittel der Zeit auf dem Weg zur unabhängigen Energieversorgung im Landkreis abgelaufen ist. Der 2015 vorgelegte Zwischenbericht für Starnberg sei eher ernüchternd. Stefan Frey (CSU) wollte auch die Schadstoffbelastung in der Hauptstraße im Beschluss verankert wissen, ließ sich aber auf die nächste Umweltausschuss-Sitzung vertrösten. Franz Sengl (Grüne) konstatierte, dass keines der Starnberger Großprojekte einen Beitrag zur Energiewende erkennen ließe - darunter die Verkehrsprojekte. Damit eröffnete er eine Debatte, die auch Klaus Huber (WPS) und Jürgen Busse (UWG) animierte. Eine originelle Sichtweise präsentierte Anton Wiesböck (FDP): "Wir müssen dem Verkehr eine Möglichkeit geben, damit er draußen im Wald fährt und die Schadstoffe in Sauerstoff umwandelt".

© SZ vom 28.04.2016 / phaa
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