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Starnberg:Schorn-Planung geht weiter

Stadtrat billigt Entwurf zur Erweiterung des Gewerbegebietes

Die Stadt Starnberg hält an ihren Erweiterungsplänen für das Gewerbegebiet Schorn fest. Mehrheitlich billigte der Stadtrat am Donnerstag den Bebauungsplanentwurf für den Bereich östlich der Autobahn A 95 zwischen der Polizeistation Oberdill und dem bestehenden Gewerbegebiet. Das Verfahren geht nun in die frühzeitige öffentliche Beteiligung, bei der Privatpersonen ebenso wie Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange Kritik, Anregungen und Verbesserungsvorschläge äußern können.

Der Antrag der Grünen, die einen sofortigen Planungsstopp für das Gewerbegebiet Schorn fordern, und den Antrag auf Herausnahme erforderlicher Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet zurückziehen wollen, fand keine Mehrheit. Lediglich sechs der insgesamt 26 Stimmberechtigten - darunter die SPD - votierten für den Grünen-Antrag. Der Kreisausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität hat die Einleitung des Änderungsverfahrens, über das der Kreistag noch abstimmen muss, bereits im Juli beschlossen.

Für das Gewerbegebiet liegt eine Masterplanung des Büros Koch und Partner als Grundlage für weitere Überlegungen vor, die in der Sitzung vorgestellt wurde. Darin wurden die maximalen Gebäudehöhen auf 20 statt bisher 25 Meter reduziert. Auf einer Fläche von rund 47 Hektar soll ein Hightech-Standort nach Vorbild des Gilchinger Astoparkes entstehen. Neben Einzelhandelsbetrieben bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche sollen Anlagen für soziale, gesundheitliche, kulturelle, kirchliche oder sportliche Zwecke sowie Gastronomie, Beherbergungsbetriebe oder Büro- und Verwaltungsgebäude zugelassen werden. Ausgeschlossen sind Lagerhäuser, Speditions- und Transportbetriebe, großflächiger Einzelhandel, Tankstellen und Vergnügungsstätten. Für die rund 3000 erwarteten Arbeitnehmer sollen vier Parkhäuser mit insgesamt 1750 Stellplätzen entstehen. Die Verkehrsanbindung erfolgt im Süden über die A 95. Im Norden soll ein Autobahnhalbanschluss entstehen. Die Pläne hierzu liegen derzeit beim Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr vor.