Starnberg Moderates Wachstum

Im Landkreis steigt die Zahl der Einwohner nur geringfügig

Die Bevölkerung des Fünfseenlands wird wegen des Zuzugs weiter wachsen - doch längst nicht so stark wie die der übrigen sieben Landkreise der Region und der Stadt München. Dies geht aus den jährlich erhobenen Daten des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) hervor, die nun veröffentlicht wurden. Demnach sind im Landkreis Starnberg bereits in den zurückliegenden Jahren weniger Neubürger verzeichnet worden als in den Nachbarkommunen: Von 2007 bis zum Jahresende 2017 nahm die Einwohnerzahl nur um 4,7 Prozent auf 135 500 zu - während sie im Landkreis Dachau um 12,1 Prozent, in Ebersberg um 11,4 Prozent und in der Landeshauptstadt München um 11 Prozent wuchs. Einzig im Landkreis Landsberg wurde mit 5,1 Prozent in diesem Zeitraum eine ähnlich geringe Wachstumsrate registriert.

Das höchste relative Wachstum der Kommunen im Landkreis Starnberg hat Andechs hinter sich, wo die Bevölkerung von 2007 bis 2017 um 12,5 Prozent zunahm, gefolgt von Inning (10,7 %) und Gilching (10,1 %). Am anderen Ende der Skala steht Berg mit 0,2 Prozent Wachstum. In Feldafing und Pöcking nahm die Einwohnerzahl nach den PV-Daten sogar geringfügig ab - um 27 beziehungsweise 41 Personen.

Im Jahr 2037 sollen den Prognosen des Statistischen Landesamts zufolge 144 000 Menschen im Landkreis Starnberg leben - was einem Zuwachs von sechs Prozent entspricht. Die größten Anstiege werden für Dachau (13,2 %), Ebersberg (13 %) und Erding (12,3 %) erwartet, moderater soll das Wachstum in Landsberg am Lech (7,1 %) und Freising (8,1 %) ausfallen. Insgesamt könnten dann in der Region München 3,2 Millionen Einwohner leben, Ende 2017 waren es noch 2,88 Millionen. Bis 2037 soll auch der Anteil der über 65-Jährigen noch weiter wachsen; der Landkreis Landsberg hätte dann mit 28,2 Prozent den höchsten Anteil über 65-Jähriger.