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Starnberg:Haltestellen in Söcking werden zurückverlegt

Die Bushaltestellen "Söcking-Mitte" werden wieder zurückverlegt: Mehrheitlich beschloss der Stadtrat am Montag, die im Sommer von der Stadtverwaltung verlegten Haltestellen der Linien 950, 951 und 903 an der Andechser Straße bis 31. Dezember zurück an ihre bisherigen Stellen zu versetzen. Die Verlegung hatte bei betroffenen Anwohnern großen Unmut erzeugt, weil sich für Fahrgäste eine Verschlechterung der Situation ergeben hatte.

Die Entscheidung fiel aufgrund eines Nachprüfungsantrags von neun Stadtratsmitgliedern, die eine Verlegung der Bushaltestellen von Beginn an skeptisch gesehen hatten. Stefan Frey (CSU) argumentierte, die Verlegung an eine unübersichtliche Stelle habe "mehr Verkehrsunsicherheit" erzeugt: Der Bürgersteig sei an mit 1,20 Meter Breite viel zu schmal, die Eigentumsverhältnisse seien ungeklärt und auch die Polizei habe eine Verlegung abgelehnt. Der Verkehrsexperte der Starnberger Polizei, Oliver Jauch, hatte bereits im August moniert, dass der neue Bushalt sich offenbar nicht an der Stelle befand, der zuvor besprochen worden war. "Ich sehe keinen objektiven Grund für die Verlegung", sagte Frey, "der alte Standort war einfach in Ordnung".

Unterstützung für den CSU-Antrag kam von Bürgerliste, Parteifreien, Grünen und SPD. BLS-Vorsitzender Franz Heidinger kritisierte, die Verlegung der Bushaltestellen sei "ohne ein bisschen nachzudenken" erfolgt, die Argumentation der Stadtverwaltung sei "fadenscheinig". Er äußerte die Vermutung, die Verlegung habe etwas mit dem Grundstückstausch im Zusammenhang mit dem barrierefreien Ausbau der Kirche St. Stephan zu tun. Martina Neubauer (Grüne) stellte fest: "Die Situation war vorher gut, jetzt ist sie schlecht." Sie plädierte dafür, die beiden Bushalte zunächst zurück zu verlegen und in einem weiteren Schritt zu optimieren. Das Thema soll nun auch im noch zu erstellende Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Isek) für den Ortsteil Söcking berücksichtigt werden. Gegen die Rückverlegung stimmten geschlossen WPS, BMS, FDP und Bürgermeisterin Eva John.