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Sport:Viele helfen mit

Weßling Sportplatz Spatenstich

Endlich geht's los. Zum Spatenstich für das neue Vereinsheim treten an: (vorne von links) Claudia Palm, Sigi Speyerer, Thomas Stremel, Henrik Rebhan, Cathy Müller, Claudia Bruns und Bürgermeister Michael Muther.

(Foto: Georgine Treybal)

Spatenstich für das neue Vereinsheim des SC Weßling

Die dreijährige Planungsphase ist vorbei. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich beginnt auf dem Sportplatz endlich der Bau des neuen Vereinsheims des Sportclubs Weßling (SCW). "Wir hätten gedacht, dass alles viel schneller geht", gestand Vorstand Henrik Rebhan. Immer wieder habe es Auflagen und Einwände von den Behörden gegeben. "Stolpersteine" nannte es Rebhan. "Ganz normal, wenn man baut", beruhigte der baubegleitende Architekt Sigi Speyerer. "Wir sind gut im Zeitplan." Jetzt sei es wichtig, dass die etwa 1600 Mitglieder endlich einen Fortschritt bei dem Projekt sehen, sagte Rebhan. Denn obwohl das Spendenbarometer, das an der Hauptstraße aufgebaut worden ist, bereits 75 000 Euro anzeigt, "fehlen noch 25 000 Euro", erklärte Geschäftsführerin Carola Palm. Im Frühsommer ist das Richtfest geplant. Es soll eine große Feier werden, bei der viele Spenden gesammelt werden sollen. Bei der Abrissparty vergangenen Sommer hatte ein Kuhfladenroulette eine hohe Summe gebracht, für das Richtfest wird es ebenfalls Aktionen geben. Bereits im kommenden Winter könnte das Gebäude bezogen werden.

"Die Einweihungsparty wird nächstes Frühjahr stattfinden", sagte Palm. Der neue 24 Meter lange ebenerdige Bau bekommt moderne Sanitäranlagen, einen 90 Quadratmeter großen Gymnastikraum, Büro, Stüberl und Küche. Insgesamt wird das Vereinsheim 500 000 Euro kosten. Nach Abzug der Zuschüsse von Sportverband und Gemeinde bleiben 100 000 Euro, die der Verein selbst aufbringen muss. Gesucht werden noch Helfer, die beim Weißeln, Putzen und anderen Arbeiten unterstützen, denn 4000 Arbeitsstunden möchte der Verein mit seinen Mitgliedern an Eigenleistungen bringen. Für die Haustechnik, die Böden, Dachdecker- und Zimmererarbeiten hat der Verein zehn unterschiedliche Gewerke verpflichtet.

Vorbild für das Projekt sei das Sportlerheim in Wörthsee, das ebenfalls in Eigenregie der Mitglieder verwirklicht worden war. Allerdings habe es damals einen Gönner gegeben, der den Großteil finanziert hatte, berichtete Sigi Speyerer. "Bei uns helfen viele zusammen, so schaffen wir es auch", freute sich Rebhan.

Für den Spatenstich hatte sich Bürgermeister Michael Muther extra das schwarze Kapuzen-Sweatshirt mit dem SCW-Aufdruck angezogen. Der Hoodie sowie eine graue Jacke können in der Geschäftsstelle erworben werden. Der Erlös kommt in den Spendentopf. "Ich war schon als Schüler Mitglied im Verein", sagte der Bürgermeister. Damals spielte er Eishockey. Heute gibt es diese Abteilung nicht mehr.

Der Neubau ist dringend notwendig. Seit die Mittagsbetreuung in die Räume der ehemaligen Sportgaststätte eingezogen ist, wurde der Ruf nach einem neuen Vereinsheim immer lauter. Die alte Hütte war feucht, schimmelig und in einem schlechten baulichen Zustand. Die Idee reifte schnell, doch zuerst mussten die Mitglieder überzeugt werden. "Ihr seid's verrückt, das kann keiner bezahlen", lautete anfangs die Befürchtung vieler Sportler. Jetzt sind diese Sorgen vergessen. Die Bauzäune sind aufgestellt, und der Bagger steht bereit.