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Schondorf:Container statt Rathaus

Schondorf: ausgelagerte Rathausräume in Containern auf dem gesamten Lehrerparkplatz der Grundschule

Ausgelagert: Etwa die Hälfte der Rathausmitarbeiter ist in einem Container untergebracht worden.

(Foto: Nila Thiel)

Mitarbeiter der Verwaltung harren im Provisorium aus

Von Armin Greune, Schondorf

Am ersten Augustwochenende muss es geschehen sein: In der Küche im ersten Stock des Schondorfer Rathauses zerbarst eine Leitung. In den folgenden Stunden suchte sich das austretende Wasser seinen Weg durch alle Decken bis in den Keller und beschädigte so weite Bereiche des Gebäudes. Im völlig durchnässten Westflügel, wo die Büros von Finanzverwaltung, Bauamt und Bürgermeister Alexander Herrmann untergebracht sind, müssen sämtliche Teppiche, Möbel und Türen erneuert werden. Seither ist die Verwaltung zweigeteilt; etwa die Hälfte der Beschäftigten arbeitet in einem Container auf dem Parkplatz der Grundschule, nachdem sie vorübergehend im Schulhaus selbst Quartier bezogen hatten.

Inzwischen sind die umfangreichen Sanierungsarbeiten im Rathaus weit fortgeschritten. Nach Abschluss der Gebäudetrocknung wurden die Böden abgeschliffen, und auch die Trockenbauer hatten schon ihren Einsatz. "Gestern sind die Maler fertig geworden", sagte Ralf Müller, Geschäftsleiter der Gemeinde, am Freitag. Auch die Feinreinigung sei weitgehend abgeschlossen; jetzt warte man darauf, dass die Böden verlegt werden. Die Geschäftsleitung gehört wie Personalamt und juristisches Bauamt zu den Abteilungen, die ihre Büros weiter nutzen konnten. Das Einwohnermeldeamt ist in den Sitzungssaal umgezogen, Ordnungsamt, Sozialamt, Gewerbeamt und Standesamt sind im vormaligen Trauzimmer untergebracht.

Ob die Verwaltung wie zunächst geplant Ende November wieder im gewohnten Rahmen arbeiten kann, sei noch ungewiss, meint Müller. Wenn mehrere Gewerke parallel erstellt werden, könne man nicht immer davon ausgehen, dass "die Handwerker auch Hand in Hand arbeiten." Er hoffe aber, dass die Arbeiten zumindest vor Weihnachten abgeschlossen sind.

© SZ vom 24.10.2020

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