Susanne Forster gestorben:Das Spiel ein Leben

Susanne Forster gestorben: Susanne Forster war stark im Kulturleben ihrer Heimatgemeinde engagiert.

Susanne Forster war stark im Kulturleben ihrer Heimatgemeinde engagiert.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Als Puppet Players hat sie mit ihrem Mann Stefan Fichert ein Stück Gautinger Kulturgeschichte geschrieben

Sie gehörte zu den ersten Künstlern, die 1980 mit dem "Günther-Klinge-Preis" der Gemeinde ausgezeichnet wurden, ihr Name ist eng mit der Geschichte des Gautinger Theaterforums verbunden: Susanne Forster ist am vergangenen Mittwoch im Alter von 81 Jahren gestorben. Überregional bekannt wurde sie mit den "Puppet Players", die sie gemeinsam mit ihrem langjährigen Bühnen- und Lebenspartner Stefan Fichert 1976 gegründet hatte. Das Paar inszenierte mehr als 40 Projekte vom Handpuppenstück und Marionettentheater bis zur Klangfiguren-Performance. Zuletzt gestaltete das Ensemble das Schattenspiel "Als die Bilder laufen lernten" für das Fünfseen-Filmfestival 2020.

Forster und Fichert lernten sich in Gauting der späten 60er-Jahre kennen und lieben. 1968 zog es die Literaturstudentin und den Künstler ins Swinging London, wo sie am "Little Angel Marionette Theatre" arbeiteten und schließlich ihr eigenes Ensemble gründeten. 1976 kehrten sie als "London Puppet Players" nach Gauting zurück. 1994 nahmen sie dort an der Eröffnung der ersten Theatertage teil, zur Feier des 25-jährigen Bestehens schrieben sie das Stück "Damals, als die Seele noch unsterblich war". Bereits 2010 veröffentlichte das Paar das Buch "Das Spiel ein Leben", mit dem es die Geschichte ihres musikalischen und poetischen Figurentheaters erzählt. 2015 erhielten die Puppet Players den Kulturpreis des Landkreises Starnberg.

Susanne Forster war auch stark im Kulturleben ihrer Heimatgemeinde engagiert und gehörte sowohl dem Klinge-Preis-Kuratorium als auch der Sparkassen-Stiftung Gauting an. Wie Fichert berichtet, starb seine Frau unerwartet an einer Hirnblutung nach einem Sturz. Sie hinterlässt ihren Mann und die gemeinsamen Kinder Anna und Jakob Fichert sowie die beiden Enkel David und Raffael. Die Beisetzung ist am 25. Januar auf dem Gautinger Waldfriedhof vorgesehen, die Trauerfeier beginnt um 10 Uhr.

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