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Protest:Archäologen in Wörthsee beschimpft

Es herrscht ein rauer Ton am Kuckucksheim in Wörthsee. Archäologen und Mitarbeiter der Baufirma, die gerade auf einem Feld tätig sind, würden von Anliegern und Naturschützern beschimpft und beschuldigt, dass sie sich unrechtmäßig verhielten. So ist es der Gemeinde zu Ohren gekommen, die sich nun dazu auf ihrer Homepage äußert. Derzeit finden auf einem Teil des Feldes, auf dem ein neuer Supermarkt geplant ist, archäologische Grabungsarbeiten statt. Es gibt Bürger im Ort, die dieses Projekt ablehnen. Erst kürzlich haben Anwohner, Umweltschützer und künftige Bewohner der Genossenschaftswohnungen, die hinter dem Supermarkt entstehen, dagegen protestiert. Sie kritisieren die Größe des Lebensmittelmarktes und dass für die Einfahrt zum Markt einige Buchen gefällt werden müssten. "Das ist das gute Recht von jedem", meint Bürgermeisterin Christel Muggenthal. Sie bittet dennoch darum, dass die Ausgrabungsarbeiten ungestört zu Ende geführt werden können. Das gesamte Gebiet am Teilsrain liege im Bereich eines Bodendenkmals. Darum müsse vor jedem Bauvorhaben in diesem Bereich eine archäologische Untersuchung gemacht werden. So werde es auch auf dem Genossenschaftsgrundstück gehandhabt. Beschwerden gibt es laut Muggenthal auch über die durch den Abtransport des lehmhaltigen Humus stark verschmutzte Straße. "Es handelt sich um eine Baustelle, es muss also mit Behinderungen gerechnet werden", sagt sie. Es seien Warnschilder aufgestellt worden, außerdem werde die Straße mehrmals täglich durch die Firma gereinigt.

© SZ vom 03.12.2020 / csn
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