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Naturschutz:Paten gesucht

Weßling braucht Hilfe beim Rechen der gemähten Blühflächen

Die Gemeinde sucht private Paten für ihre rund 3,6 Hektar Blühflächen. Deren Aufgabe soll sein, Mähgut zusammen zu rechen. Die Weßlinger Ortsgruppe des Bundes Naturschutz (BN) hatte den Antrag in der jüngsten Gemeinderatssitzung gestellt, dass auf Kreiselmäher und Mulchen verzichtet werden solle, um Insekten und Kleinlebewesen zu schützen, die bei solchen Pflegemaßnahmen zerhäckselt werden könnten. Außerdem würden durch den gemulchten Wiesenschnitt, der normalerweise auf den Blühflächen verbleibt, dem Boden zu viele Nährstoffe zugeführt, was auf mageren Flächen nicht erwünscht ist. Ein Balkenmäher wäre schonender für Flora und Fauna, wussten die Umweltschützer. In der Regel sind die Weßlinger Bauhofmitarbeiter zwei bis drei Mal im Jahr jeweils bis zu drei Tage mit dem Mähen und Mulchen der Blühflächen beschäftigt. Da diese ausgeweitet werden sollen, wird die Arbeit noch größer werden, so Bürgermeister Michael Muther. "Das Mähen mit einem Balkenmäher und das anschließende Zusammenrechen würde einen erheblichen zusätzlichen Zeitaufwand bringen und ist daher nicht zu stemmen", hieß es. Zustimmung erntete Christian Zollner (FW) für seine Anregung, dass nur einmal im Jahr gemäht werden sollte. Das spare Geld und Arbeitszeit, außerdem werde oft viel zu früh vor der Samenreife der Blühkräuter gemäht. Jetzt soll mit den potenziellen Paten und der Gemeinde ein Mähkonzept ausgearbeitet werden, bei dem der richtige Zeitpunkt und die einmal jährliche Mahd festgelegt werden sollte. "Der Bauhof mäht, Bürger rechen zusammen und das Mähgut wird vom Bauhof wieder abgeholt", fasste Clemens Pollok (Grüne) das Procedere zusammen.

© SZ vom 06.03.2020

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