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Image-Schaden für die Stadt

Leserbrief zum Bericht über die Installation "Wiege von Starnberg" in der SZ vom 4. Mai:

Leider haben die Initiatoren mit dem ihrerseits wohl gut gemeinten Vorhaben den Einheimischen keinen guten Dienst erwiesen und auch meinerseits einen Sturm der Entrüstung und großen Wirbel verursacht. Den Laufsteg mit Stufen und Aussichtsplattform in derart unpassender Form und Farbe zum neuen Identitätsort zu erklären, ist seit Tagen Stadtgespräch. Mit Recht, wie ich meine!

Der Pforzheimer Künstler hat sich wohl mehr herausgefordert gefühlt, sich mit seinem Werk in Starnberg nochmals selbst zu verwirklichen (nach dem Kanonenhaus), als sich auf die Suche nach Starnbergs historischen Identitäten zu begeben und diese in seiner Darstellung zu berücksichtigen. Diese Mogelpackung (nicht drin, was drauf steht!) lehnen heimatverbundene Bürger ab. Mit diesem monströsen und geschmacklosen Gebilde haben sie uns Bürgern und der historischen Stadt Starnberg aber keinen Gefallen gemacht. Ein Zusammenhang mit Wiege, Identität und Stadtentwicklung ist wahrlich nicht erkennbar.

Im Gegenteil: Dieses provozierende und missverständliche Ausstellungsstück ist in meinen Augen mit einem großen Imageschaden für Starnberg verbunden, ebenso wie mit einem eventuell geplanten Abriss des Bayerischen Hofes. Bleibt zu hoffen, dass das von den Projektentwicklern abgegebene Versprechen, hier auf diesem historischen Platz in eineinhalb Jahren ein neues Identitätszentrum mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen zu lassen, so identitätskonform gebaut wird, dass es zu Starnberg passt. Joachim Deutschenbaur, Starnberg

Wirtschaftlichkeit fraglich

Leserbrief zur Berichterstattung über den geplanten Klinik-Neubau in Seefeld:

Wenn man die kontroversen Debatten um den Neubau der Klinik verfolgt, fällt auf, dass die Frage der Wirtschaftlichkeit und der Notwendigkeit bisher nur eine untergeordnete Rolle spielt. Genau diese Wirtschaftlichkeit stelle ich infrage: Die geplante Größe mit 200 Betten wird bei Krankenhaus-Planungen zwar als "optimale" Betriebsgröße verwendet, aber nach Auffassung von Fachleuten ist diese Größe nicht nur von der Bettenzahl abhängig. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass durch sinnvolle Spezialisierung und horizontale Kooperation kleinere Krankenhäuser wirtschaftlich betrieben werden können.

Die der Planung zugrunde liegende Bedarfsanalyse sollte überprüft werden; die Politiker - insbesondere der Landrat und die Bürgermeister - weisen immer wieder darauf hin, dass der Landkreis mit Kliniken sehr gut ausgestattet ist und auch für umliegende Landkreise attraktiv ist. Da die beiden Kliniken, die ersetzt werden sollen, über etwa 190 Betten verfügen, kann die geringe Steigerung kein Argument sein. Es würde mich wundern, wenn die Bedarfsplanung einen Zuwachs von zehn Betten ausweisen würde.

Die Kosten durch den Neubau und durch Abriss oder Umwidmung der bestehenden Gebäude wird die Gemeinden und den Landkreis erheblich belasten; jedenfalls müssten die insgesamt entstehenden Kosten in der Wirtschaftlichkeitsberechnung berücksichtigt werden. Ich plädiere dafür, dass die Bedarfsplanung und die Kostenplanung von den zuständigen Stellen des Landkreises und der Gemeinden offengelegt werden. Der Hinweis auf den Feststellungsbescheid des Gesundheitsministeriums überzeugt mich nicht. Dr. Ulrich Hanfland, Seefeld

© SZ vom 12.05.2021
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