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Landkreis Starnberg:Platz vier bei den E-Autos

Knapp 2800 Elektrofahrzeuge waren zuletzt zugelassen - Tendenz weiter steigend

In der Corona-Krise fördert der Bund den Kauf von Elektroautos und Plug-in-Hybriden. Auch in Bayern hat das zu einem Schub der Zulassungen geführt. Die Zahlen unterscheiden sich regional jedoch erheblich: Während sich für Ingolstadt mit 3,5 Prozent der höchste Anteil an E-Autos am Fahrzeugbestand vor München mit 2,2 Prozent ergibt, beträgt der Anteil auf dem Land teilweise weniger als 0,5 Prozent.

Im Landkreis Starnberg ist der Anteil von E-Fahrzeugen dagegen vergleichsweise hoch: Von insgesamt 119 000 zugelassenen Fahrzeugen Ende 2019 waren 1894 Elektro- und Hybridfahrzeuge. Bis September 2020 erhöhte sich die Zahl bereits auf 2767. Das entspricht nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie einem Anteil von 1,7 Prozent und bedeutet nach dem Landkreis München Platz vier der bayerischen Städte und Landkreise. In diesem Jahr dürften voraussichtlich mehr als 3000 elektrisch angetriebene Fahrzeuge im Landkreis gemeldet sein. Zum Vergleich: Noch 2012 gab es lediglich 175 E-Autos im Landkreis Starnberg.

Das Bild auf der Straße ändert sich wegen des Altbestandes an Fahrzeugen dennoch nur langsam. Fast jedes fünfte in Deutschland neu zugelassene E-Auto entfiel in den ersten elf Monaten des Jahres 2020 auf den Freistaat, wie aus Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hervorgeht. Insgesamt kamen bis November gut 59 800 Elektroautos und Plug-in-Hybride in Bayern auf die Straße: Autos dieser beiden Kategorien machten damit 11,5 Prozent der Neuzulassungen aus - dreimal so viele wie im Vorjahr. Deutschlandweit lag der Anteil bei zwölf Prozent. Betrachtet man die Gesamtheit aller zugelassenen Autos, ist der Anteil der Elektroautos und Plug-in-Hybride allerdings noch deutlich geringer: Am 1. Oktober lag er bayernweit bei 1,0 Prozent und dürfte auch bis Jahresende 2020 nur marginal gestiegen sein. Bundesweit fuhren auf deutschen Straßen laut KBA bereits rund 417 500 Elektro-Pkw.

Es ist dabei kein Zufall, dass die Sitze der Autohersteller Audi in Ingolstadt und BMW in München die ersten Plätze einnehmen, hier treiben unter anderem die Dienstwagen die Anteile. Starnberg zählt zu den einkommensstärksten Landkreisen Deutschlands. Die Stadt Schweinfurt, die auf den Landkreis folgt, zählt zu den zehn am besten mit Ladesäulen versorgten bayerischen Städten und Kreisen. Den niedrigsten Anteil gibt es in den Landkreisen Tirschenreuth mit 0,4 Prozent sowie in Lichtenfels, Bayreuth, Straubing-Bogen, Kronach, Cham und Freyung-Grafenau mit je 0,5 Prozent.

© SZ vom 04.01.2021 / dpa, phaa
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