Krailling:Gemeinde verschiebt Wahl des Seniorenbeirats

Krailling: Karin Wolf ist "zufrieden" mit der Entscheidung des Gemeinderats.

Karin Wolf ist "zufrieden" mit der Entscheidung des Gemeinderats.

(Foto: Georgine Treybal)

Bewerber müssen erneut Unterschriften von Unterstützern sammeln, um für das Ehrenamt kandidieren zu können.

Die Wahl eines neuen Seniorenbeirats in Krailling ist verschoben. Gegen die Stimme von Sebastian Sefzig (FDP) hat der Gemeinderat die Abstimmung am Dienstag für den 19. Februar festgesetzt, die Wahl erfolgt ausschließlich per Briefwahl. Ursprünglich sollte parallel zur Wahl eines neuen Jugendbeirats am 15. Januar abgestimmt werden, doch es gab großen Ärger unter den Bewerbern, die mindestens zehn Unterschriften von Unterstützern vorlegen mussten. Neun Kandidaten waren angetreten, fünf davon wurden nicht zugelassen. Ihre Unterstützer hatten auch für andere Kandidaten unterschrieben, was laut Satzung verboten ist.

Hätte die Gemeinde die Bewerber besser informieren müssen oder hätten die Bewerber mal einen Blick in die Satzung werfen sollen? Darüber wurde in den vergangenen Tagen in Krailling ausgiebig gestritten und diskutiert. Einig war man sich, die Angelegenheit "heilen" zu wollen. Mehrheitlich votierte das Gremium für eine Neuwahl. Alle Bewerber müssen nun erneut mindestens zehn Unterschriften sammeln, diese im Rathaus vorlegen und diesmal darauf achten, dass ihre Unterstützer nicht auch für andere Kandidaten unterschreiben.

Karin Wolf, seit drei Jahren Vorsitzende des Seniorenbeirats, ist nach eigenen Worten "zufrieden" mit der Entscheidung des Gemeinderates. "Es hätte schließlich auch ganz anders ausgehen können", sagt sie. Satzungsgemäß hätte die Gemeinde die vier gültigen Bewerber ohne eine Wahl zum Beirat ernennen können. Das wiederum hätte Wolf bedauert, die sich ein größeres Team wünscht. Bis zu sieben Mitglieder kann der Beirat haben. Offen bleibt, ob sich im zweiten Anlauf ausreichend Kandidaten bewerben und eine Wahl überhaupt nötig wird.

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