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Kommunalwahl im Landkreis Starnberg:Hoffnung für die Linke

In drei Gemeinden müssen Stimmzettel nachgezählt werden

Drei Wochen nach der Kreistagswahl gibt es immer noch Unklarheiten bei den Resultaten der Stimmenauszählung. In insgesamt vier Stimmbezirken in den Gemeinden Gauting, Gilching und Berg müsse das Ergebnis nachkontrolliert werden, berichtete Kreis-Wahlleiter Holger Albertzarth. Beim Abgleich der noch am Wahlabend veröffentlichten Schnellmeldungen und der später nachgereichten Niederschriften hätten sich Diskrepanzen ergeben, die nun aufgeklärt werden müssten. Die Linke hat dadurch eine Chance, doch noch einen Sitz im Kreistag zu bekommen.

Dieses Mandat ginge dann an Andreas Neubauer, der auf der Liste der Linken die meisten Stimmen bekommen hat. Im Gegenzug würde die CSU einen ihrer bisher 21 Sitze im Kreistag verlieren. Das träfe dann Thomas Beigel, der bisher davon ausgehen konnte, dass er nachrückt, nachdem Spitzenkandidat Stefan Frey in der Stichwahl gewonnen hat und Landrat wird.

Bis das geklärt ist, kann aber noch fast eine Woche vergehen. Kreis-Wahlleiter Albertzarth hat den drei betroffenen Gemeinden zum Nachzählen eine Frist bis zum kommenden Freitag gesetzt. Aus den Reihen der Rathausmitarbeiter werden dort erneut Wahlvorstände gebildet, die ein Paket mit Stimmzetteln öffnen und noch einmal nachzählen müssen. Laut Albertzarth wollten die Gilchinger das noch am Freitag erledigen, die Gautinger hatten sich den kommenden Dienstag dafür vorgenommen. Aus Berg war noch keine Rückmeldung da.

Die Ursache der Fehler ist noch unklar. Möglicherweise hat es mit dem Computerprogramm zu tun, das in mehreren Gemeinden in Bayern Probleme bereitete. Laut Albertzarth könnte es aber auch an den vielen Möglichkeiten zum Ankreuzen über Listen hinweg liegen.

© SZ vom 04.04.2020 / rzl

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