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Kommunalwahl im Landkreis Starnberg:Drei von vier

Der Verein "Zukunft Gauting" lädt nicht alle Bürgermeister-Kandidaten auf sein Podium

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Für Veranstalter Andreas Albath stehen nicht die Kandidaten, sondern die Themen im Vordergrund.

(Foto: Nila Thiel)

Drei Bürgermeisterkandidaten diskutieren an diesem Sonntag in Gauting über die Zukunft ihrer Gemeinde: Amtsinhaberin Brigitte Kössinger (CSU), ihr Stellvertreter Jürgen Sklarek (Mifü) und Hans Wilhelm Knape, der für die Grünen antritt. Tarek Luft, der von der Piratenpartei nominiert ist, wurde nicht aufs Podium geladen. "Das ist nicht fair", meint der 20-jährige Bewerber. Zur Podiumsdiskussion im Bosco will er aber kommen, um Präsenz zu zeigen.

Veranstalter und Moderator Andreas Albath sieht in der Konstellation dagegen kein Problem. Der Vorsitzende des Vereins "Zukunft Gauting" betont, dass das Konzept und die Zusammensetzung des Podiums "lange vor der ja selbst heute noch nicht abgeschlossenen Phase der Findung der Bürgermeisterkandidaten festgelegt und abgestimmt wurde". Außerdem sieht er in der Diskussion keine Vorstellungsrunde für Bürgermeisterkandidaten, für ihn stehen die Sachthemen für Gautings Entwicklung bis zum Jahr 2030 im Mittelpunkt. Albath selbst ist Gemeinderatskandidat der UBG auf dem aussichtsreichen Listenplatz drei.

Themen, um die es gehen soll, sind zum Beispiel Verbesserungsmöglichkeiten für den Verkehr, bezahlbarer Wohnraum oder die Schaffung von Arbeitsplätzen. Eine Frage, die erörtert werden soll, ist auch, wie die Gemeinde ihre Finanznöte überwinden kann. Dabei dürfte es auch um das geplante Gewerbegebiet im Unterbrunner Holz gehen; ein Punkt, bei dem es die größten Meinungsverschiedenheiten bei den Kandidaten gibt.

Gauting GH, Aufstellungsversammlung Piraten und MfG

Piraten-Kandidat Tarek Luft findet es "nicht fair", dass nur er nicht aufs Podium darf.

(Foto: Georgine Treybal)

Genau genommen steht bei einem der drei Diskussionsteilnehmer auf dem Podium noch gar nicht fest, ob er am 15. März auch zur Wahl steht. Vize-Bürgermeister Sklarek muss für sich und seine Gruppierung "Miteinander-Füreinander 82131" noch 190 Unterstützer-Unterschriften sammeln. Bis zum Freitag sind erst 60 Wahlberechtigte ins Rathaus zum Unterschreiben gekommen. Das ist nicht einmal ein Drittel der benötigten Zahl, und es sind nur noch drei Wochen Zeit.

Antreten will außer den vier nominierten Bewerbern auch Wolfgang Meiler wieder. Es wäre dann seine dritte Kandidatur um das Amt des Gautinger Rathauschefs. Seine Gruppierung Bürger in Gauting (BiG) werde in der kommenden Woche ihre Nominierungsversammlung abhalten, sagte er. Eine Kandidatenliste für den Gemeinderat werde es aber nicht geben. Im Vergleich zu seinen ersten beiden Kandidaturen werde der Wahlkampf zurückhaltender ausfallen. "Das wird eine Sparversion", sagte Meiler.

Die Podiumsdiskussion unter dem Motto "Gauting 2030 - eine gute Zukunft?" am Sonntag im Bosco beginnt um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

© SZ vom 11.01.2020
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