Hohenpeißenberg:Juli 2016: Unbeständig, zu nass und zu warm

Die Siebenschläferregel hat sich bestätigt: Wie am 27. Juni fiel das Wetter auch den Juli über im Alpenvorland unbeständig aus. Kurze Hochdrucklagen wechselten sich mit Unwettern oder Dauerregen ab: So wurden im Observatorium Hohenpeißenberg vom 11. bis 14 Juli 78 Liter pro Quadratmeter - also Millimeter Regen - gemessen, am Morgen des 25. Juli fielen in nur einer Stunde gar 52 mm. Mit insgesamt 240 mm war der Monat um 49 Prozent nasser als das langjährige Mittel. Schon Mai und Juni hatten die statistisch zu erwartende Regenmenge um 69 und 54 Prozent übertroffen. "Man muss bis Mitte März zurückschauen, um drei völlig niederschlagsfreie Tage in Serie zu entdecken", sagt Wetterbeobachter Siegmar Lorenz.

Der Juli 2016 fiel mit einer Mitteltemperatur von 17,0 um zwei Grad wärmer aus als der langjährige Monatsdurchschnitt. Mit 224 Stunden Sonnenschein lag der vergangene Monat genau im Mittel. Für Lorenz liegt der letzte schöne Sommermonat schon lange zurück: Im Juli 2013 bescherte ein Hochdruckgebiet 17 niederschlagsfreie Tagen. Für heuer ist er noch zuversichtlich: Vom 10. August an sei die Wahrscheinlichkeit "ziemlich hoch", dass ein Azorenhoch Mitteleuropa erreicht.

© SZ vom 02.08.2016 / Arm
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