Gymnasium Herrsching:Baubeginn könnte sich verzögern

Das neue Gymnasium in Herrsching könnte später fertiggestellt werden als geplant. Derartige Befürchtungen hegt zumindest der Landkreis als Bauherr, wie in der gemeinsamen Sitzung von Schul- und Bauausschuss am Montag im Landratsamt deutlich wurde. Der Grund dafür liegt demnach in der Baumfällungsperiode, die nur vom 1. Oktober bis 28. Februar andauert. Werden die für den Bau notwendigen Rodungsarbeiten nicht in dieser Zeit geschafft, würde das eine Verzögerung von etwa neun Monaten nach sich ziehen, da in der Vogelbrutzeit von März bis Ende September nicht gerodet werden darf.

Zudem soll die neue weiterführende Schule im westlichen Landkreis ein größeres Geothermie-Sondenfeld bekommen. Zunächst war dieses unterhalb des Rasensportfeldes vorgesehen, nun aber soll es größer werden, weil durch mehr Fläche auch mehr Energie gewonnen werden kann, ohne dabei die Sondenanzahl stark zu erhöhen. So erklärte es jedenfalls Kreiskämmerer Stefan Pilgram in der gemeinsam anberaumten Sitzung von Bauausschuss und Ausschuss für Schule, Bildung und Kultur. Die Kosten für die neue, empfohlene Variante - es gibt mehrere Möglichkeiten - würden laut Beschlussvorlage nicht merklich steigen, brächten allerdings terminliche Auswirkungen mit sich: 25 Tage werden allein dafür eingerechnet.

Um weitere Verzögerungen zu vermeiden, schlägt die Kreisverwaltung vor, die Ausschreibung und die Vergabe der Rodungsarbeiten vorzuziehen. Sobald eine Baugenehmigung vorliegt, könnten die Arbeiten direkt starten und damit die Fristen zum Vogelschutz eingehalten werden. Würden Ausschreibung und Vergabe erst nach Erhalt der Genehmigung gestartet, käme es zu einer Verzögerung. Das entstehende Planungs- und Kostenrisiko wurde in der Sitzung erläutert und durch einstimmig zur Kenntnis genommen. Die beiden Ausschüsse werden nun dem Kreistag empfehlen, die Vorschläge anzunehmen - und zwar bereits in der nächsten Sitzung des Gremiums am Montag, 25. Oktober.

Für die Erteilung einer Baugenehmigung ist allerdings der Gemeinderat Herrsching zuständig. Wie Bürgermeister Christian Schiller der SZ sagte, ist davon auszugehen, dass sich der Gemeinderat noch in diesem Jahr, voraussichtlich im Dezember, noch einmal mit dem Bau des Gymnasiums befassen wird.

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