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Folge der Corona-Pandemie:Sortierte Schränke, volle Container

Viele Container für Alttextilien sind voll. Der Awista bittet darum, Kleidersäcke deshalb vorübergehend zu Hause zu lagern.

(Foto: Awista)

Wertstoffhöfe nehmen bis zum Ende der Pfingstferien keine Altkleider mehr an.

Es ist ein Geschäft, das sich durchaus rechnet: Millionenwerte landen in den Containern diverser Betreiber, die Altkleider und Textilien sammeln. Ob Hemden, Hosen, Kleider, Schuhe oder Federbetten - alles, was nicht mehr passt oder gefällt, landet in den Sammelbehältern. Die coronabedingten Ausgangsbeschränkungen der vergangenen Wochenhaben dazu geführt, dass es ein Überangebot gibt, die Verwertungsbetriebe aber nur eingeschränkt arbeiten können. Der Abfallwirtschaftsverband Starnberg (Awista) verhängt daher einen Annahme-Stopp.

"Mit den Grenzschließungen und den aktuell einhergehenden Restriktionen sind die Absatzmärkte für Alttextilien und Second-Hand-Ware seit Ende März weggebrochen", teilt der Awista mit - und bittet die Bürger eindringlich darum, vorerst auf Kleiderspenden zu verzichten. Der Annahmestopp gilt bis nach den Pfingstferien. Nur in dringenden Fällen - etwa bei Haushaltsauflösungen oder Umzügen - können Alttextilien an den Wertstoffhöfen abgegeben werden.

Auslöser für die gegenwärtige Situation ist die Corona-Krise: Einerseits haben viele Bürger die Zeit der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zum Aufräumen und Aussortieren genutzt. Andererseits haben Sortierbetriebe, Kleiderkammern und weitere Verwerter geschlossen. Viele Container sind überfüllt. Der Awista bittet daher um Geduld, Altkleider sollte man zu Hause lagern. Keinesfalls aber sollten Kleidersäcke vor die überfüllten Sammelbehälter gestellt oder im Restmüll entsorgt werden. Und auch das sollte eigentlich selbstverständlich sein: Restmüll hat natürlich ebenfalls nichts in Altkleidercontainern zu suchen.

© SZ vom 19.05.2020 / phaa

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