Finanzen:Mehr Spielraum für Kommunen

Landkreis senkt Kreisumlage um 0,4 Prozent

Kleine Geschenke erhalten bekanntlich die Freundschaft. Den Spruch hat sich Landrat Stefan Frey (CSU) offensichtlich zu Herzen genommen, denn er hatte am Mittwoch ein finanzielles Präsent für die Mitglieder des Haushaltsausschusses mit im Gepäck. Der Landkreis habe überraschend 900 000 Euro aus dem ÖPNV-Rettungsschirm erhalten, sagte Frey. Deshalb könne man die Kreisumlage, die bislang mit einem Hebesatz von 50,9 Prozent berechnet worden war, auf 50,5 Prozent absenken. Frey: "Sie sehen, wir halten nichts zurück, geben alles eins zu eins weiter." Für die Gemeinden bedeutet dies einen größeren Finanzspielraum, weil sie weniger Geld an den Landkreise abführen müssen.

Wer nun glaubt, alles sei finanziell in trockenen Tüchern, der irrt aber. Schließlich stehen mit dem Bau einer neuen Klinik und diversen Schulneubauten etliche Großprojekte auf dem Programm, die die Schuldenlast bis 2025 auf 176 Millionen Euro steigen lassen. Noch aber ist der Landkreis laut Kämmerer Stefan Pilgram schuldenfrei. Die aktuelle Pro-Kopf-Verschuldung liege also bei Null. Ende des Jahres 2022 wird es damit wohl vorbei sein, die zu erwartende Schulden dürften sich dann auf 32,4 Millionen Euro belaufen. Der Ausschuss billigte den Etatentwurf einstimmig. Als nächstes werden sich der Kreisausschuss und der Kreistag mit dem Haushaltsentwurf befassen.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB