Bernried:Umstrittener Zuschuss

Bernried ist bekannt als Baum-Dorf mit 1000 Eichen. Sie sind geschützt, eine Baumschutzverordnung indes gibt es nicht. Um eine sogenannte Gehölzschutzverordnung gab es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats nun eine kontroverse Debatte. Die Idee: Ähnlich wie beim Energiesparförderprogramm soll ein Fonds aufgelegt werden. Die Förderung privater Baumeigentümer war bislang laut Bürgermeister Georg Malterer nicht möglich, weil Zahlungen an eine Schutzverordnung gebunden waren. Doch die Pflege eines großen Baums und die Prüfung seiner Standsicherheit sei teuer - Malterer nannte als Beispiel einen Betrag von 2700 Euro. Einige Räte hielten die Unterstützung der Bürger für gerechtfertigt oder waren der Meinung, die Bäume könnten entfernt werden, bevor sie zu groß werden, um Kosten zu sparen. Wer in der Region Eigentümer einer Immobilie ist, sei ohnehin Millionär und müsse das Geld haben, seine Bäume zu pflegen, fand Wolfgang Mutter (FDP). "Eigentum verpflichtet", gab ihm Markus del Fabbro (BLB) Recht. Letztlich einigte man sich darauf, zunächst einen Kriterienkatalog zu erarbeiten.

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