Renovierung Das "Marina" wird flottgemacht

Was noch eine Baustelle ist, soll bis zur großen Eröffnung Anfang Juli zu einem Schmuckstück am Starnberger See werden: das "Marina" in Bernried.

(Foto: Arlet Ulfers)

Das Bernrieder Seerestaurant mit Blick auf den Yachthafen wird modernisiert. Eröffnung ist im Juli

Von Otto Fritscher, Bernried

Noch ist es eine große Baustelle, doch die Konturen sind schon deutlich erkennbar - ebenso wie die Handschrift des Greifenberger Architekten Benedikt Sunder-Plassmann, der etwa den Feldafinger Bahnhof zum Rathaus umgebaut hat. Diesmal ist das Objekt ein Hotel, und zwar kein gewöhnliches. Es steht direkt am Ufer des Starnberger Sees, in Bernried beim Yachthafen. Logisch, dass es dann "Marina" heißt. Allerdings war die Anlage in einigen Bereichen schon etwas in die Jahre gekommen, so dass eine Modernisierung durchaus gut tut.

Investiert haben die Besitzer vor allem in das Hauptgebäude, in dem sich die Restaurants befinden. Insgesamt gibt es auf dem weitläufigen, fünf Hektar großen Areal sieben Häuser, das Hotel hat insgesamt 87 Zimmer und Suiten, und es bietet alle Möglichkeiten, die man für Veranstaltungen, Feiern und Events aller Art braucht. Am Freitagmittag wurde das Richtfest gefeiert. Zu Ostern können die ersten Gäste die neuen Restaurant testen, denn es ist ein Soft Opening - also eine Eröffnung ohne großes Tamtam - angekündigt. Noch wird an den Hotelzimmern und im Frühjahr jetzt vor allem auch an den Außenanlagen weitergearbeitet. Das Grand Opening ist dann auf Donnerstag, 6. Juli terminiert, und am Sonntag, 9. Juli, ist dann die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür eingeladen.

Die Restaurants indes haben schon von Ostern an geöffnet. Herzstück bleibt das zentral gelegene Seerestaurant mit 80 Plätzen, an das sich die auf 120 Plätze erweiterte Seeterrasse anschließt. Dann gibt es noch das Kaminrestaurant mit einem Balkon und einem schönen Blick auf den See und die Alpenkulisse, sowie die neue Lake Lounge, die bei schönem Wetter öffnet. In diesem Außenbereich, der zum Chillen geeignet sein soll, gibt es eine eigene Speisekarte, die Gerichte werden in einer Barbecue-Küche frisch zubereitet.

Apropos Küche: Es wird die Küche der "vier Elemente kreativ umgesetzt", wie das Hotel verlautet. "Geerdet" also mit heimischen Produkten, "feurig" in der Barbecue-Küche, "luftig" auf den neuen Außenflächen mit insgesamt mehr als 400 Plätzen, und "Wasser" als "fortwährende Inspiration direkt am Seeufer." Gastronomischer Leiter ist Andreas Bärenklau, Küchenchef Mario Przisambor und Souschef Karsten Twiehaus. Von Mai an gibt es wieder einen Sonntagsbrunch (30 Euro). Neu ist auch die 300 Quadratmeter große Eventfläche, die Architekt Sunder-Plassmann fast vollständig verglast hat. Dadurch ergibt sich ein fantastischer Blick über Yachthafen und Starnberger See. Das Marina-Resort ist seit drei Generationen im Familienbesitz. Tourismus-Chef Klaus Götzl, der ebenfalls am Freitagmittag beim Richtfest war, begrüßt es, "wenn Hotels in Qualität investieren. Das tut dem Hotel, dem jeweiligen Ort und dem ganzen Landkreis gut."