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Auszeichnung:Sport baut Berührungsängste ab

TSV Feldafing erhält den "Silbernen Stern" für ein Integrationsprojekt

Um Haaresbreite hat der TSV Feldafing das Finale zum bundesweiten Wettbewerb "Sterne des Sports" verpasst. Der Verein hatte sich mit einem Integrationsprojekt beworben: Ein Helferkreis begeisterte unbegleitete Flüchtlinge und jugendliche Migranten für die Teilnahme an Sportprogrammen, um sie besser einzugliedern. Als Zweitplatzierter auf Landesebene wurde der TSV mit dem "Silbernen Stern des Sports" und einem Preisgeld von 1500 Euro ausgezeichnet.

Über den Stern freut sich auch die VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg, die den Verein für den Wettbewerb nominiert hatte. "Wir gratulieren den engagierten Mitgliedern des TSV Feldafing", sagte Bankvorstand Thomas Vogl. Den Flüchtlingen sei nicht nur ein Sportangebot unterbreitet, sondern auch bei der Bewältigung von Alltagssituationen wie zum Beispiel Behördengängen geholfen worden. "Sie haben damit auch Berührungsängste und Barrieren abbauen können, das verdient große Anerkennung", sagte Vogl. Den ersten Platz auf Landesebene belegte in diesem Jahr der RSC Tittling mit einem 24-Stunden-Spenden-Marathon auf Spinningrädern. Als Landessieger vertreten die Niederbayern den Freistaat beim Bundesfinale der "Sterne des Sports" im Januar 2020 in Berlin, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen wird.

Die "Sterne des Sports" sind eine Initiative des Deutschen Olympischen Sportbunds sowie der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Seit 2004 würdigen sie Sportvereine für besonderes gesellschaftliches Engagement. Die VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg begleitet seit 15 Jahren die "Sterne des Sports" auf regionaler Ebene. Bereits fünfmal wurden Vereine aus dem Landkreis Starnberg mit dem "Silbernen Stern" ausgezeichnet und vertraten Bayern als Landessieger.