ADFC Forderung nach Rad-Beauftragten

Staatliches Bauamt soll Ansprechpartner benennen, der Belange des Radverkehrs überprüft und einfordert

Eher zähneknirschend als wohlwollend hat der Starnberger Kreisverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) der verlegten Radwegverbindung zwischen Oberbrunn und Unering/Hadorf als Ersatz für die künftig fehlende Querungsmöglichkeit der STA 3 zugestimmt. Gleichwohl erkennt der ADFC Starnbergs Verkehrskonzept zur angestrebten Entlastung der Hanfelder Straße an und hat daher die Route durch den Wald über Unering oder Hadorf nach Oberbrunn sowie aus Starnberg über Unering und Taubenhüll befürwortet. Ursprünglich war laut ADFC-Vorsitzendem Anton Maier entlang der STA 3 ein straßenbegleitender Radweg mit Unterführung vorgesehen. Doch diese Planung kann "wegen der Unmöglichkeit des Grunderwerbs nicht umgesetzt werden". Dies bedeutet aber nicht, so Maier, dass der ADFC die Unterbrechung der Wegeverbindung an der Westumfahrung bei Mamhofen befürwortet.

Der Erfolg des "Fahrradfreundlichen Landkreises Starnberg" sei, dass "eine Planung der (Radl)-Alltagsrouten erfolgt" ist; der Misserfolg, dass erst "für die Bedürfnisse des Kraftverkehrs geplant" werde und dann - je nach Flächen- oder Haushaltslage - Fußgänger, Radfahrer und Reiter berücksichtigt werden. Der ADFC unterstützt daher weiterhin die Forderung der Starnberger Radler, Wanderer und Reiter nach einer Querungsmöglichkeit der Westtangente und fordert für die Zukunft eine "gleichberechtigte Planung der Verkehrsinfrastruktur für Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrzeuge". Dazu soll das Staatliche Bauamt Weilheim einen "Radverkehrsbeauftragten" benennen, der die Belange des Radverkehrs gleichberechtigt überprüft und einfordert. Der Kreisverband Starnberg hat diese Forderung an den Freistaat - also an Innenminister Joachim Herrmann - am 8. April im Rahmen der ADFC-Landesversammlung eingebracht.