Städtebau Deckel für McGraw-Graben

CSU will so mehr Platz für Wohnbebauung schaffen

Die Idee klingt ganz praktisch, neu ist sie allerdings nicht: Die CSU im Rathaus will auf den McGraw-Graben in Giesing einen Deckel setzen. Die Verwaltung solle die Überdeckelung vorbereiten, Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) solle mit dem Freistaat über die Finanzierung reden. CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl begründet den Antrag damit, dass mit dem Bau eines Deckels neuer Platz für Wohnungen entstünde. Denn der Freistaat plane Wohnungsbau auf beiden Seiten der Tegernseer Landstraße, eben auf Höhe des McGraw-Grabens. Eine Einhausung der Fahrspuren brächte laut Pretzl nun den Vorteil, dass man die beiden derzeit parallel zum Graben laufenden oberirdischen Fahrspuren auf den Deckel verlegen könnte. Und so schaffe man mehr Platz für Wohnbebauung. Der Freistaat, so heißt es in dem Antrag der CSU, profitiere wesentlich vom höheren Baurecht. "Dafür erwarten wir eine finanzielle Beteiligung des Freistaat an dieser Baumaßnahme", sagt Fraktionschef Pretzl. Ein nachhaltiger Nebeneffekt einer Einhausung sei, dass der Verkehr unterirdisch laufe, wodurch etwas für den Lärmschutz der Anwohner und die Luftreinhaltung getan sei. Schon seit Jahren fordern Anwohner der Tegernseer Landstraße einen Tunnel. Doch aus verschiedenen Parteien stammende Befürworter waren wegen der hohen Kosten immer wieder abgeblitzt, ebenso die "Giesinger Tunnelinitiative", die noch weitergreifende Tunnel unter der Tegernseer Landstraße gefordert hatte. Ein Deckel über dem McGraw-Graben war dabei eine Mindestforderung.