Stadtrat Abriss beschlossen

Griechische Schule soll weichen, dennoch bleiben Fragen offen

Die Stadt wird den Rohbau der Griechischen Schule in Berg am Laim so schnell wie möglich abreißen. Das beschloss der Stadtrat am Mittwoch in nicht öffentlicher Sitzung. Alle weiteren Punkte zum Umgang mit dem 15 000 Quadratmeter großen Grundstück wurden jedoch vertagt. Denn die griechische Seite hatte kurzfristig doch noch ein Kompromisspapier unterschrieben an die Stadt geschickt, das eigentlich schon überholt ist. Dennoch ergaben sich daraus weitere rechtliche Fragen, die im nächsten Kommunalausschuss erörtert werden sollen. Wichtig sei gewesen, dass mit dem Beschluss des Abbruchs nicht noch mehr Zeit verstreiche, hieß es aus dem Stadtrat.

Seit dem Jahr 2001 bemüht sich Griechenland um den Bau einer Schule in Berg am Laim. Zahlreiche Fristen und Verhandlungen brachten keinen Fortschritt. Seit einigen Jahren ist das Areal wieder im Eigentum der Stadt, Griechenland verwehrte aber mit Verweis auf hoheitliche Rechte den Zutritt. Unter diesen Voraussetzungen erstellte die Stadt ihr letztes Kompromissangebot. Bei Nicht-Annahme drohte sie mit Klage. Doch nun hat sich die Rechtslage möglicherweise geändert. Die Stadt hat Zutritt zum Grundstück, weil der Zaun der Griechen verschwunden ist und sie einen eigenen installiert hat. Nun müsste Griechenland klagen, auf Herausgabe des Grundstücks und eventuell auch gegen den geplanten Abriss des Rohbaus.