Stadtentwicklung in LondonDenkanstöße von der Themse

Planer und Stadtentwickler haben sich in London umgeschaut - und vielleicht die eine oder andere Idee für die Zukunft Münchens entdeckt.

Olympia

Früher dominierten hier Abfall und Schrott. Das Areal war eine Industriebrache mit verfallenen Fabrikgebäuden aus der Zeit der industriellen Revolution. Der Stadtteil Stratfort im Osten Londons war eine verrufene Gegend. Dann kam die Bewerbung um die Olympischen Spiele 2012 und die Sommer-Paralympics. Das Gelände wurde grün, es entstanden die Sportstätten.

Der Olympiapark in München war eines der Vorbilder für die Gestaltung. Doch als die Stadträte am vergangenen Samstagvormittag über die Wege zum Stadion und zur Schwimmhalle spazierten, war schnell klar, dass man sich eigentlich mehr erwartet hätte. Es ist wenig los, rings herum entstehen neue Wohnhochhäuser. Das Olympische Dorf entwickelt keinen eigenen Charakter. Die Vernetzung in die Wohnquartiere fehlt. Die Sportstätten wirken weitaus weniger spektakulär als im Münchner Olympiapark. Der sei eben ein besonderes Juwel, lautete die allgemeine Erkenntnis.

2. November 2015, 11:102015-11-02 11:10:07 © SZ vom 02.11.2015/vewo