Turnen Gut genug für Györ

Bestnoten in der Haltungsschule: Bei der Junioren-WM erhielt Valentin Zapf - hier beim Training in Unterföhring - die drittbeste Ausführungswertung.

(Foto: Claus Schunk)

Valentin Zapf fährt zur Jugend-WM - und hofft auf einen Preis bei der SZ-Talentiade.

Der 16-jährige Gerätturner Valentin Zapf vom TSV Unterföhring hat sich für die Jugend-Weltmeisterschaften im ungarischen Györ qualifiziert. Vom 25. bis 30. Juni kämpfen dort 350 der besten Nachwuchsturner um den Weltmeistertitel im Mehrkampf sowie um die Titel an sechs Einzelgeräten. Zapf hat die beiden internen Qualifikationswettkämpfe des Deutschen Turner-Bundes (DTB) erfolgreich absolviert und wird Deutschland mit zwei weiteren Turnern in Ungarn vertreten. Insbesondere in seiner Paradedisziplin am Reck rechnet sich der Unterföhringer Chancen auf das Finale aus.

Einen Eindruck davon, was ihn in Györ erwarten könnte, bekam Zapf am vergangenen Wochenende in Mailand. Die Nationalmannschaften Deutschlands, Italiens, Russlands und der Türkei trafen sich dort zum internationalen Länderwettkampf. Zapf überzeugte mit einer starken Leistung sowie seiner bisher besten Reckübung in einem Wettkampf und einem Gesamtergebnis von mehr als 76 Punkten.

Der deutsche Jugendmeister am Reck und Barren von 2017 trainiert nahezu täglich in Unterföhring und ein Mal pro Woche am Landesleistungszentrum in München bei Kurt Szilier, der schon den Olympia-Zweiten Marcel Nguyen und Lukas Dauser an die Weltspitze führte.

Zapf, der die Q11 des Gymnasiums in Kirchheim besucht, steht derzeit außerdem im Wettbewerb um eine Auszeichnung bei der SZ-Talentiade, dem Nachwuchspreis der Süddeutschen Zeitung für junge Sportlerinnen und Sportler aus München und der Region.

Bereits zum zehnten Mal sucht die SZ Talente bis Jahrgang 2000, die in den vergangenen beiden Jahren - unabhängig von Sportart oder Titeln - sportliches Engagement gezeigt haben. Vergeben werden neun Förderpreise à 1500 Euro, der neue und ebenfalls mit 1500 Euro dotierte Schulsportpreis "Klasse!" für Projekte, die über den normalen Sportunterricht hinausgehen, sowie der Handball-Sonderpreis der Dr.-Ludwig-Koch-Stiftung, um den sich Handballmannschaften und -vereine aus München bewerben können. Einsendeschluss ist Dienstag, 18. Juni.

Eine unabhängige Fachjury entscheidet am Dienstag, 25. Juni, über die Preisträgerinnen und Preisträger. Die Verleihung findet am 24. Juli in München statt. Prominente Paten des Wettbewerbs sind unter anderem Skirennläufer Felix Neureuther, Formel-3-Pilotin Sophia Flörsch aus Grünwald und Handball-Weltmeister Dominik Klein. Sie und weitere prominente Sportler werden die Preise an die Gewinner überreichen. Alle Bewerbungen unter sz.de/talentiade2019 oder an Ihre jeweilige Landkreis-Redaktion.