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Tischtennis:Mit blauem Auge

Das glückliche Ende einer "Frustsaison": Der TuS Fürstenfeldbruck hat sich in der Relegation den Verbleib in der Regionalliga gesichert - trotz Fehlens seiner Nummer zwei. Andernfalls hätte sich das Team danach womöglich aufgelöst.

"Das Thema ist vorbei", sagte der Tischtennis-Abteilungsleiter Rudi Lutzenberger. Sein Regionalligist TuS Fürstenfeldbruck hatte am vergangenen Sonntag den drohenden Abstieg durch zwei Siege in der Relegation abgewendet, erst einem 9:7 gegen den TV Hilpoltstein II, dann einem 9:2 gegen den MSV Hettstedt. "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen." Doch natürlich musste man festhalten: Auch in diesen Entscheidungsduellen fehlte dem Team des ehemaligen Zweitligisten seine Nummer zwei, der Jugendnationalspieler Mike Hollo, der parallel für den Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) an den Spanish Junior Open teilnahm. "Er braucht Weltranglistenpunkte", sei ihm erklärt worden, dennoch findet Lutzenberger, dass der Verband besser mit den Vereinen kooperieren müsse. An 13 Wochenenden sei Hollo ihnen nicht zur Verfügung gestanden, was die Mannschaft extrem geschwächt habe. Denn auch wenn es in diesem Fall nicht der TuS war, aus dessen Jugend Hollo herauskam: "Die Vereine leisten doch einen erheblichen Beitrag."

Für die Fürstenfeldbrucker ist das Thema nun doppelt abgehakt, weil Hollo zur neuen Saison in die zweite Mannschaft des 1. FC Saarbrücken wechselt, in dessen Kader er bei Ausfällen kein so riesiges Loch reißen würde. Und weil eben der Ligaverbleib gelang. "Sonst hätten wir die Mannschaft vielleicht ganz abgemeldet", sagt Lutzenberger. Denn: "Es war eine Frustsaison." Und der Aufwand dafür war enorm. Am Sonntag gelang es Abdulaziz Bu Shulaybi, Hollo würdig zu vertreten, er holte wie auch Spitzenmann Andras Podpinka vier Einzelsiege im vorderen Paarkreuz. Besonders wichtig war gleich der erste, ein 3:2 im "Duell der Übermüdeten" gegen Hilpoltsteins Jugendnationalspieler Hannes Hörmann. Letzterer war in der Nacht zuvor von den Spanish Open angereist, Bu Shulaybi von den Serbia Open der Erwachsenen. In der Mitte ging der TuS dagegen leer aus, auf den Positionen fünf und sechs gab es Überraschungen: Erstens kam dort Routinier Andreas Krämer zu seinen ersten Saisoneinsätzen, die er allesamt gewann. Die gesamte Saison war er verletzt ausgefallen. Zweitens holte Ersatzmann Daniel Wittig einen Überraschungssieg. Der 18-Jährige kommt aus der TuS-Jugend.