Tischtennis:Kalkuliertes Scheitern

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Für Bojan Crepulja folgt eine Trainingswoche in Saarbrücken, dann der Saisonstart gegen Passau.

(Foto: Johannes Simon)

Ohne Spitzenspieler Michal Obeslo ist Bruck im deutschen Tischtennis-Pokal chancenlos

Von Christian Bernhard, Fürstenfeldbruck

Für den TuS Fürstenfeldbruck gab es am Samstag beim Vorrundenturnier um die deutsche Tischtennis-Pokalmeisterschaft in Bad Homburg wenig zu holen. Der Zweitligist musste sich in einer Vierergruppe nach zwei Niederlagen und einem Sieg mit dem dritten Rang begnügen. Für Fürstenfeldbrucks ungarischen Trainer Andras Podpinka stand in Hessen aber nicht das Ergebnis im Mittelpunkt. Sein Blick geht bereits Richtung Samstag, wenn der bayerische Rivale TTC Passau zum Zweitligastart nach Fürstenfeldbruck kommt. Das Pokal-Turnier erfüllte dabei seinen Zweck, Podpinka sprach von einer "optimalen Vorbereitung" für den Ligastart.

"Für Flo und Bojan war es wichtig, Wettkampfpraxis zu sammeln, um zu sehen, wo sie stehen", erklärte der Coach. Was er von seinen Akteuren Florian Schreiner und Bojan Crepulja dann zu sehen bekam, gefiel ihm. Crepulja, so sein Eindruck, sei "fitter als letztes Jahr", allerdings erfuhr der Serbe kurz vor dem Turnier, dass er von seinem Verband nicht für die Europameisterschaft nominiert wird. Das habe ihn "sicher genickt", erklärte Fürstenfeldbrucks Abteilungsleiter Rudi Lutzenberger, für den das Turnier generell den "erwarteten Verlauf" nahm.

Platz eins in der Vierergruppe, der für das Erreichen der nächsten Runde erforderlich gewesen wäre, schien für den TuS schon zuvor außer Reichweite, da Gastgeber Ober-Erlenbach in voller Besetzung antrat - Fürstenfeldbruck aber nicht. Der neue Spitzenmann Michal Obeslo war am Wochenende in seiner Heimat bei den Czech Open am Start, ohne Obeslo sei ein Sieg gegen Ober-Erlenbach "nicht realistisch" gewesen, erklärte Podpinka nach dem 0:3 gegen die Gastgeber, die im ganzen Turnier nur ein Spiel abgaben. Podpinka selbst war dabei einem Punkt am nächsten, er verlor sein Duell mit Jens Schabacker trotz 2:1-Satzführung durch ein 9:11 im Entscheidungssatz nur knapp.

Gegen den Drittligisten 1. FSV Mainz 05 hatten die Fürstenfeldbrucker auch ohne Obeslo keine Mühe. Beim 3:0-Erfolg gab lediglich Podpinka einen Satz ab, Crepulja und Schreiner gewannen ihre Partien souverän. Am spannendsten war das Duell mit dem 1. FC Saarbrücken II. Gleich drei der fünf Spiele gingen in den fünften Satz, so auch das entscheidende, das der Italiener Leonardo Mutti gegen Crepulja für sich entschied. Mutti behielt auch gegen Schreiner in fünf Sätzen die Oberhand und rief damit beim Fürstenfeldbrucker unschöne Erinnerungen hervor: Vergangene Saison hatte Schreiner zwölf Fünfsatzniederlagen hinnehmen müssen.

Schreiner und Crepulja trainieren während der Woche in Saarbrücken mit den Erstliga-Profis des ansässigen 1. FC, ehe es am Wochenende gegen Passau geht. Podpinka erwartet dann ein "enges Spiel", Lutzenberger spricht von einem "echten Prüfstein".

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