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Schießen:Heiß aufs Finale

Fehlt zum Auftakt: Sportschützin Isabella Straub

(Foto: Stephan Rumpf)

Germania Prittlbach und der Bund München starten gleich mit dem Derby in die Luftgewehr-Bundesliga - und die Gäste aus dem Landkreis Dachau mit einiger Skepsis.

Es war nur eine zarte Berührung, so sacht, dass sie keinem auffiel - und doch brachte sie das Saison-Aus. Beim Warmschießen hatte Isabella Straub mit ihrem Gewehr das Stativ gestreift, ihr Visier verstellte sich, doch das, wie gesagt, bemerkte sie nicht. Erst, als es zu spät war, als sie viermal die Neun getroffen hatte statt der Zehn. So endete auch die vergangene Saison wie so viele zuvor für die Luftgewehrschützen von Germania Prittlbach: Nach überzeugender Hauptrunde war im Viertelfinale Schluss.

An diesem Wochenende startet eine neue Runde, natürlich will das Team um Straub, die deutsche Schützin des Jahres 2018, wieder in die Endrunde, es wäre das 15. Mal. Doch das, fürchtet Manager Sven Körper, werde alles andere einfach. Vor allem für das Derby sieht er schwarz. Gleich zum Auftakt an diesem Samstag (18 Uhr) gastiert Prittlbach beim Bund München, doch Straub wird fehlen, auch der meist vom Österreicher Martin Strempfl besetzte Ausländerplatz bleibt unbesetzt. Tags darauf gegen Niederlauterbach entspanne sich die Lage, doch das folgende Wochenende werde personell erneut heikel. "Wir sollten da möglichst keine vier Niederlagen kassieren", sagt Körper, denn sonst stünde man mit dem Rücken zur Wand, und aus der erhofften Finalqualifikation könne ganz schnell auch ein Abstiegskampf werden.

Es ist nicht nur die eigene Notlage, deretwegen er so skeptisch ins Derby geht. Hinzu kommt, dass er dem Bund in diesem Jahr mehr als nur den zuletzt knapp verpassten Finalplatz zutraut - sondern den Titel. Die erste Fünf sei stark. Körper freut sich auf das Wochenende in Allach, die Aktiven seien einander freundschaftlich verbunden. Manager Simon Muschiol vom Bund lacht, als er von der Favoritenrolle hört. Nein, sagt er, was Prittlbach betreffe, blieben sie in "Habachtstellung". Doch der eigene Kader ist dank Zugang Daniel Karg (Fürth) tatsächlich breiter geworden. Und ja: Die Mannschaft sei heiß auf die Finalrunde. In der würde sie dann auch auf eine Medaille hoffen.