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Sendling:Haus für viele Generationen

Stadtrat vergibt Bau der Anlage an der Meindlstraße an die GWG

Eigentlich sollte hinter dem Sozialbürgerhaus in Sendling aktuell keine Asyleinrichtung aus Containern mehr stehen. Ursprünglich sollte das Grundstück im Jahr 2017 für den Bau einer Mehrgenerationenanlage vergeben werden. Bereits 2016 hatten dafür Bürger mit Fachleuten in zwei Workshops ein Grobkonzept erarbeitet. Der Planungsausschuss des Stadtrats hat jetzt einstimmig seine Zustimmung erteilt, das Grundstück Meindlstraße 14a der städtischen Wohnungsgesellschaft GWG zu übertragen. 60 bis 80 barrierefreie, geförderte Wohnungen soll sie dort bauen. Geplant ist, dass vor allem ältere Menschen von 55 Jahren an einziehen. Jede vierte Wohnung wird an Jüngere oder Familien vergeben. In die Anlage wird auch das Alten- und Service-Zentrum (ASZ) auf 800 Quadratmetern integriert. Noch ist das Sendlinger ASZ an der Daiserstraße 37, die Räume entsprechen aber nicht mehr den Anforderungen.

Der Baustart der in Sendling immer wieder angemahnten Altenwohnanlage hat Jahre auf sich warten lassen, zuletzt kam dazu noch ein Gezerre um die Tiefgarage der Anlage: In Sendling hatte der Bezirksausschuss gefordert, diese doch gleich etwas größer zu bauen, damit auch Anwohner sie nutzen können. Nur die Grünen wollten davon absehen - mit dem Hinweis, dass die dafür nötigen Prüfungen den Bau noch einmal verzögerten. Nach der Vorlage, die der Stadtplanungsausschuss durchgewunken hat, sollen die Behörden jetzt auch prüfen, ob öffentliche Stellplätze in der Tiefgarage integriert werden können. Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher tat in der Diskussion die zusätzlichen Plätze von vornherein als "zu teuer" ab, während Michael Mattar (FDP) sie als Chance sah: Wo schon in der ganzen Stadt Parkplätze abgeschafft würden, "müssen wir sie unterirdisch neu schaffen". Christian Müller, SPD, fand die Debatte um die Plätze übertrieben: "Wir reden hier über zehn bis 15 Stellplätze, da werden wir ohnehin nicht den Pkw-Bestand der ganzen Landeshauptstadt unterbringen."

© SZ vom 11.02.2020 / lo, sekr
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