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Sendling:Es muffelt wegen Geothermie-Bohrung

Von diesem Samstag an könnte es rund um das Gelände des Heizkraftwerks (HKW) Süd etwas muffig riechen. Dieser Geruch entsteht, wenn das Tiefenwasser aus der Geothermie-Bohrung der Stadtwerke auf Luftsauerstoff trifft, aber er ist, so versichern die Experten, "völlig ungefährlich". Die Pumpversuche sind auf drei Wochen angelegt und sollen zeigen, wie heiß und ergiebig das Thermalwasser im Untergrund ist. Dabei wird auch Dampf austreten, und aufgrund der chemischen Zusammensetzung des Wassers kann es unter Umständen zu Geruchsbelästigungen kommen. Aufgrund erster Tests ist jedoch schon jetzt klar, dass die Temperatur deutlich höher ist als erwartet. Die Stadtwerke sind daher zuversichtlich, dass die tatsächliche Leistung der Anlage über den ins Auge gefassten 50 Megawatt liegen wird. Dies bedeutet, dass sie mehr als 80 000 Münchnerinnen und Münchner mit Ökowärme versorgen kann. Neben dem Bohrplatz entsteht derzeit die Heizzentrale, die auch einen riesigen Wärmespeicher umfasst. Sobald die letzten Langzeitpumpversuche beendet sind, soll die Anlage zur Heizsaison 2021 ans Netz gehen.

© SZ vom 14.03.2020 / bn
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