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Sendling:Es dauert noch drei Jahre länger

Bau der Mehrgenerationenanlage kann frühestens 2024 beginnen

Von Birgit Lotze, Sendling

Der Bau der Mehrgenerationenanlage in Sendling verzögert sich ein weiteres Mal. Das geht aus einem Schreiben der Stadt an den Bezirksausschuss hervor, in dem es zwar nicht um die Anlage geht, jedoch um das entsprechende Grundstück hinter dem Sozialbürgerhaus an der Meindlstraße 14. In dem Brief heißt es, dass das Areal bis 2024 noch für Flüchtlinge zur Verfügung steht. Der Bezirksausschuss hat deshalb Aufklärung seitens der Stadt gefordert. Eigentlich sollte die Mehrgenerationenanlage Ende des vergangenen Jahrzehnts im Bau, wenn nicht sogar fertig sein.

Der Sendlinger Bezirksausschuss, vor allem Elisabeth Robles Salgado (Grüne), die als Chefin des Alten- und Servicezentrums in Thalkirchen die zügige Realisierung immer wieder angemahnt hat, bedauerte die erneute Verzögerung. Die Stadtviertelvertreter wollen nun von der Lokalbaukommission die Gründe dafür wissen. Schließlich gehe es diesmal um weitere drei Jahre, die die Mehrgenerationenanlage nicht zur Verfügung stehe. Auch stellt das Gremium Fragen zum weiteren Vorgehen, zum Ablauf und zur Planung und will wissen, welche Entscheidung bei den Tiefgaragenstellplätzen getroffen wurde.

Barbara Lauterbach (Grüne), Vorsitzende des Unterausschusses Bildung und Soziales, hielt es angesichts der Verlängerung um drei Jahre für notwendig, das Amt für Wohnen und Migration an das ursprünglich vorgeschlagene Konzept zu erinnern. Denn in den vergangenen Jahren seien ausschließlich Männer in der Containersiedlung untergekommen. "Waren hier nicht ursprünglich Frauen und Familien angedacht?" Elisabeth Robles Salgado bestätigte, dass bevorzugt alleinstehende Frauen und Familien mit Kindern als besonders vulnerable Gruppe untergebracht werden sollten. Das sei vor dem Bau der Unterkunft so zugesagt worden.

© SZ vom 26.01.2021
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