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Schwanthalerhöhe:Fragliche Sommerstraßen

Über eine Bewerbung wollen die Lokalpolitiker noch einmal beraten

Mit der Teilnahme an den Sommerstraßen haben sie es in der Schwanthalerhöhe in diesem Jahr nicht so pressant. Erstens sind sie beim Projekt schon 2019 zum Zug gekommen, bei dem im verdichteten Stadtraum urbane Erholungsflächen geschaffen werden. Im Westend waren auf sogenannten Parklets etwa mit Blumenkästen behängte Verweil-Inseln für Nachbarn aufgebaut worden. Zweitens will der Bezirksausschuss Schwanthalerhöhe den Fokus in diesem Jahr vor allem auf die Umgestaltung der kleinen verkehrsberuhigten Schnaderböckstraße legen, die als Aufenthaltsort künftig besser funktionieren soll. "Lieber machen wir ein Projekt g'scheit", räsonierte Ausschuss-Vorsitzende Sibylle Stöhr (Grüne) in der Februar-Sitzung. Das aktuelle Problem bei der Neusortierung der Schnaderböckstraße, die innerhalb des Förderprogramms "Bürgerinnen und Bürger gestalten ihre Stadt" von der Stadt gefördert wird: Der Zuschuss für den beauftragten Verein Green City, der das Konzept mit Nachbarn entwickelt und umsetzt, sinkt. Geschuldet ist dies der Kürzung des städtischen Haushalts um 6,5 Prozent, die auch hier greift. 1250 Euro schießt der Bezirksausschuss ohnehin zu, jetzt legt er nach einstimmigem Votum des Gremiums die durch die Kürzung wegfallenden knapp 250 Euro auch noch drauf. Was die Sommerstraßen angeht, beraten sich die Fraktionen des Bezirksausschusses noch einmal, ehe sie sich entscheiden, ob sie 2021 wieder ihre Bewerbung in den Ring werfen.

© SZ vom 17.02.2021 / Ands
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