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Schwabing:Zu viele Raser unterwegs

Das Neubaugebiet am Ackermannbogen mit seinen breiten Radwegen und wenig Autoverkehr im Zentrum ist ein Radl-Dorado. So begrüßenswert die Fahrrad-Dominanz ist, sie hat auch ihre Schattenseiten. Denn viele Radfahrer sind auf der Route quer durchs Quartier sehr schnell unterwegs. Der Vorstand des Ackermannbogenvereins bittet daher, die "Fahrrad-Renn-Strecke" zwischen Saarstraße und Brücke in den Olympiapark entlang des Radwegs und über den Stadtplatz mittels Markierungen zu entschärfen. Eine Möglichkeit könnte sein, die Radspur zum Schutz der Fußgänger, insbesondere der Kinder und Senioren, durchgehend weiß zu markieren. Besser fänden die Vereinsaktiven allerdings "punktuelle Markierungen, die zur Rücksichtnahme auffordern". Diese Bodenbilder sollten idealerweise direkt an der Brücke, auf dem Radweg an der Kreuzung zum Café Rigoletto sowie vor der Einbiegung in die Saarstraße aufgebracht werden.

Probleme mit Rasern gibt es aber nicht nur beim Radverkehr. Sorgen bereiten dem Vorstand und Anwohnern auch "eilige Eltern", die auf dem Weg von und zu den Kitas an der Adams-Lehmann- und der Petra-Kelly-Straße "regelmäßig" zu stark aufs Gaspedal drücken. Um diese rasant fahrenden Mütter und Väter auszubremsen, könnten ebenfalls Straßenmarkierungen hilfreich sein, glaubt man beim Nachbarschaftsverein. Westschwabings Lokalpolitiker jedoch, um Unterstützung gebeten, wollen sich die Situation zunächst einmal vor Ort genauer anschauen, bevor sie sich eine Meinung bilden. Am besten gemeinsam mit der Polizei.

© SZ vom 15.05.2020 / eda

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