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Schwabing:Stadt prüft neue Parklet-Standorte

Im Sommer draußen sitzen, sich mit Nachbarn oder Kollegen auf einen gemütlichen Ratsch am Abend treffen - das ging bis vor zwei Jahren fast nur in Kneipen mit Freischankflächen. Oder, indem man sich auf einem Hocker oder der Treppenstufe vor dem Hauseingang niederließ. Vergangenen Sommer dann die Neuerung: Im Westend funktionierte die Stadt an drei Ecken erstmals acht Parkbuchten zu Freiluft-Lounges ohne Konsumzwang um - mit Bänken und Tischen, Liegen, Palmen, Sonnenblumen und Gemüsepflanzen. Zwei Monate blieben diese sogenannten Parklets, auch bekannt als Summer Streets, danach wurden die Holzkonstruktionen wieder abgebaut. In diesen acht Wochen herrschte reges Treiben in den begrünten Stadtoasen.

Geprüft wird nun, ob das Pilotprojekt 2020 ausgeweitet werden soll. Die Kritik vereinzelter Anlieger, die sich über nächtlichen Lärm von Partygängern beschwerten, wird in die Bewertung mit einfließen. Einer der möglichen neuen Standorte könnte in den kommenden Sommermonaten am Rand der Schwabinger Fallmerayerstraße liegen, ein weiterer an der Türkenstraße zwischen Schelling- und Blütenstraße in der Maxvorstadt. Und ein dritter an der Margarete-Schütte-Lihotzky-Straße im Domagkpark. Voraussichtlich im Frühjahr ist laut Planungsreferat mit einem Ergebnis der Prüfung zu rechnen. Die Westenriederstraße soll außerdem zur sommerlichen Fußgängerzone werden, wie vergangenes Jahr bereits der Alpenplatz in Obergiesing. Das steht schon fest.

Westschwabings Lokalpolitiker, zum Vorschlag Fallmerayerstraße um ihre Meinung gebeten, äußerten sich zunächst verhalten. Sie fordern mehr Details zur Resonanz des letztjährigen Pilotprojekts und genauere Angaben, in welchem Straßenabschnitt die Flanierzone eventuell errichtet werden soll.

© SZ vom 22.01.2020 / eda
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