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Schwabing-Freimann:Inseln für Bienen

Blühwiesen im Viertel: Die Vorschlagsliste ist lang

Ihr geht es um Farbtupfer im städtischen Grau. Und es geht ihr um die Bienen. Barbara Epple (Grüne), Vorsitzende des Unterausschusses im Bezirksausschuss (BA) Schwabing-Freimann, hat sich viele Gedanken gemacht, wie man mehr Blühwiesen im zwölften Stadtbezirk entstehen lassen könnte. Wildbienen und Insekten in die Stadt zu holen, die Nahrung finden an grauen Plätzen, ist ein Wunsch von ihr. Und sie hat in der jüngsten Sitzung des BA auch schon ein paar Plätze vorgeschlagen, die sie ihrer Meinung nach für geeignet hält. "Es gibt viele Möglichkeiten, man könnte noch viel machen, was den Wildbienen auch tatsächlich dient", sagt Epple und präsentiert ihre Vorschläge.

Da wären zum Beispiel zwei kleine Rasenflächen im östlichen Teil des Schwabinger Sees. Wenn Enten und Schwäne das Rasenstück nicht in Beschlag nehmen, wäre es vielleicht auch für die Anwohner rund um den See im Berliner Viertel durchaus ein schöner Anblick. Ein anderes Rasenstück wär die Mitte des Habsburger Platz sowie die Rasenflächen am und im Mittleren Ring zum Beispiel an der Kreuzung Leopoldstraße/Schenkendorfstraße oder am Autobahnende der A 9. Anbieten würden sich auch die Grünstreifen entlang der Heidemannstraße oder der ehemaligen Bayernkaserne. Oder auch der Marschgrabenplatz in der Alten Heide.

Der BA will den Antrag der Grünen gerne umsetzen. Wenngleich es bei dem einen oder anderen Platz vielleicht nicht gelingen könnte, wie beim Habsburger Platz zum Beispiel, der nach Ansicht von Petra Piloty (SPD) eher einem "Hundeabkotplatz" gleicht. Einspruch kam letztlich nur von Hans-Peter Sertl (AfD). Er fände die Idee ja gut, die "Umsetzung aber schlecht". Da er Hobby-Imker sei, wisse er, dass Wildbienen auf ganz unterschiedliche und verschiedene Blüten flögen. Das sei in geschützten Bereichen viel eher möglich, als im Bereich von viel Verkehr.

Auch wenn sie wisse, dass nicht jede Fläche gleich sei, und dass Bienen eine besonderen Vielfalt bräuchten, wolle sie dafür plädieren es "einfach zu probieren". Und das will der BA mehrheitlich auch.

© SZ vom 14.05.2021 / ole
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