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Schwabing:Der Chef sagt Nein

Die Hörwarthstraße wird, gegen einen wiederholt geäußerten Wunsch von Westschwabings Lokalpolitikern, nicht in eine Fahrradstraße umgewidmet. Denn dafür fehlen die rechtlichen Voraussetzungen: Weder ist die Straße Teil einer Radhaupt- oder Radnebenroute, noch ist sie Bestandteil des ausgeschilderten Radnetzes. Zudem weist sie auf der Südseite einen baulichen Radweg auf - ebenfalls ein Ausschlusskriterium. Diese Informationen erhielten die Bürgervertreter zwar bereits vom Kreisverwaltungsreferat. Doch sie akzeptierten die Argumentation der Verkehrsbehörde nicht, forderten eine "weitere Prüfung". Der Grund: Aus Sicht des Bezirksausschusses ist die Hörwarthstraße prädestiniert für eine Nutzung als Fahrradstraße. "Sie ist schön breit, asphaltiert, Teil einer Tempo-30-Zone und ohne Linienbus-Verkehr. Und sie verläuft vom Scheidplatz zur Leopoldstraße beziehungsweise zur Münchner Freiheit", hieß es. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat der Debatte nun ein Ende gesetzt. "Bei dieser Sachlage", so der Rathaus-Chef, könne der Empfehlung des Stadtteilgremiums "nicht entsprochen werden".

© SZ vom 24.11.2020 / eda
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