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Schwabing:Der Brutalismus der 1970er-Jahre

"Orpheus und Eurydike" stehen an der Ungererstraße in Schwabing.

(Foto: Robert Haas)

Die Wohnanlage "Orpheus und Eurydike" ist in die Denkmalliste aufgenommen worden

Die Wohnanlage "Orpheus und Eurydike" an der Ungererstraße in Schwabing steht unter Denkmalschutz. Die beiden Komplexe mit dem 13-stöckigen Hochhaus und dem aus zwei Flügeln zusammengesetzten neungeschossigen Nachbarhaus entstanden zu Beginn der Siebzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts. In das Hochhaus wurde eine Tankstelle und ein Restaurant integriert. Entworfen wurde die Anlage von den Architekten Jürgen Freiherr von Gagern, Peter Ludwig und Udo von der Mühlen. Von diesem Team stammt etwa auch die Amalienpassage in der Maxvorstadt. Orpheus und Eurydike sind durch eine von dem Landschaftsarchitekten Gottfried Hansjakob gestaltete Gartenanlage verbunden.

Der Eintrag des Ensembles in die Denkmalliste erfolgte nach Auskunft des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege aufgrund der geschichtlichen Bedeutung. Es handelt sich demnach um die erste große Wohnanlage, die nach dem Zweiten Weltkrieg und nach den Olympischen Spielen im Nordosten Schwabings entstand. Die in Sichtbeton errichteten Gebäude mit ihren abwechslungsreichen Fassaden stellen für das Denkmalamt typische Beispiele für die Wohnhaus-Architektur des sogenannten Brutalismus ("roher Beton") dar.

© SZ vom 07.07.2018 / DÜ.

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