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Public Viewing in München:Weniger Spiele im Hirschgarten

Public Viewing im Münchner Hirschgarten zur Fußball-WM, 2014.

Fußball auf Großbildleinwand: Im Hirschgarten ist das auch weiterhin möglich, nur nicht mehr überall...

(Foto: Robert Haas)

Weil es nachts zu laut zuging, darf Wirt Johann Eichmeier vom Hirschgarten in München nur noch ausgewählte Fußballspiele im Westteil seines Biergartens zeigen. Und das, obwohl die Bundesregierung die Lärmschutzregelungen zur WM extra gelockert hatte.

Das Gezerre um Public Viewing im Biergarten des Hirschgartens in Nymphenburg mit seinen 8200 Plätzen hält an: Seit Mittwoch hat Wirt Johann Eichmeier die Auflage, im Westteil nur noch Spiele mit deutscher Beteiligung, Begegnungen mit Anpfiff um 18 Uhr sowie die Halbfinale und das Finale zeigen zu dürfen.

Das macht für 3000 Plätze mindestens 15 Spiele weniger aus. Nur östlich der Schank- und Speiseausgabe dürfen weiterhin alle Spiele über die Leinwand flimmern.

Das Referat für Gesundheit und Umwelt hatte nach Anwohnerprotesten gemessen und festgestellt, dass die Lärmpegel in der Nachtzeit überschritten werden. Noch am Dienstagabend hatte sich der Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg nach einem Eilantrag der SPD einstimmig und mit Nachdruck dafür ausgesprochen, alle Spiele im Rahmen des gesetzlich Erlaubten zu ermöglichen.

Damit wollen die Lokalpolitiker auch ein Signal für den Petitionsausschuss des Landtags setzen, der sich am 1. Juli selbst ein Bild von der Lage machen will. Mittlerweile haben sich an die 10 000 Bürger mit ihren Unterschriften für ein uneingeschränktes Public Viewing im Hirschgarten ausgesprochen.

Für Wirt Eichmeier bleibt die Frage, warum die Behörden in München nicht den gesetzlichen Rahmen ausschöpfen. Die Bundesregierung hatte wegen der Zeitverschiebung zu Brasilien die Lärmschutzregelungen zur WM im Juni und Juli gelockert. Am Ende entscheiden allerdings die Kommunen.