Polizei München Nach Amoklauf: Ermittlungen wegen "Störung des öffentlichen Friedens"

Einen Tag nach dem Amoklauf im Münchner Norden zeigte die Polizei starke Präsenz am Olympiaeinkaufszentrum.

(Foto: dpa)

66 "Phantomtatorte" wurden in der Nacht des Amoklaufs bei der Polizei gemeldet. Die meisten Anrufer hatten wohl wirklich Angst. Gegen 24 Menschen wird nun aber ermittelt.

Nach dem Amoklauf von München ermittelt die Polizei noch gegen 24 Menschen - vor allem wegen "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat". "Dabei geht es um Menschen, die den Facebook-Aufruf des Attentäters, zu McDonald's zu kommen, imitierten und ebenfalls dazu aufriefen, beispielsweise in ein Kino zu kommen", sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins. "In anderen Fällen geht es um Hetze im Netz."

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Am 22. Juli hatte ein 18 Jahre alter Schüler im Münchner Olympia Einkaufszentrum ein Blutbad angerichtet und neun Menschen erschossen. Zunächst gab es Befürchtungen, mehrere Täter seien in der Stadt unterwegs; es herrschte Terrorangst. An zahlreichen Orten - beispielsweise am Stachus oder im Hofbräuhaus - kam es zu Panik.

"In der Nacht des Amoklaufes gab es 66 Phantomtatorte nach Notrufen, davon 64 Schießereien und zwei Geiselnahmen, die alle keine waren", sagte da Gloria Martins. "Wir gehen davon aus, dass die allermeisten wirklich Angst hatten. Die Ermittlungsverfahren, die wir im Nachgang noch führen, haben mit diesen Notrufen nichts zu tun."